Warum eBay Groupon kaufen sollte

eBay geht es derzeit richtig gut, denn John Donahoe hat es geschafft das Unternehmen wieder zu beleben. Die Aktie ist in diesem Jahr um rund 50% angestiegen. Anders sieht es bei Groupon, der täglichen Schnäppchen-Seite aus. Hier ist die Aktie um Zweidrittel gefallen.

Ein Grund für Owen Thomas vom Business Insider einen bescheidenen Vorschlag zu machen: Donahoe, der bereits eBay aus der Krise geführt hat, sollte Groupon kaufen und auch dieses Unternehmen wieder neuen Atem einhauchen.

Es gibt viel Pessimismus hinsichtlich der Überlebensfähigkeit von Groupon. Doch existieren auch noch sehr viel unerschlossene Bereiche in den Beziehungen zwischen Groupon und den unzähligen regionalen Unternehmen weltweit.

Über die täglichen Schnäppchen hinaus, versucht Groupon zudem den verschiedenen Unternehmen mit Kundenprogrammen oder Point of Sale- Software wie Bezahlsystemen zu dienen, was ja eigentlich die Spezialität der eBay-Tochter PayPal ist.

Auch wenn man vielleicht denkt, dass eBay und Groupon nicht besonders viele Berührungspunkte haben, so existieren dennoch Überlappungen in vielen Services für Kleinunternehmen. Groupon Goods, ein gerade aufkommendes E-Commerce-Business, könnte theoretisch mit eBays Auktionsformat in Konkurrenz treten. Vergessen sollte man auch nicht, dass Amazon in LivingSocial investiert hat, der auf dem Markt der Schnäppchen die Nummer 2 ist.

Da Groupon mittlerweile kein Privatunternehmen mehr ist, wäre es schwierig ein attraktives Kaufangebot (von eBay) auszuschlagen. Und eBay seinerseits hat durch den wiedergefundenen Optimismus der Wall Street in Bezug auf seine Aktien genügend Raum ein Gebot abzugeben. eBay kann nur darauf hoffen, dass Groupon, trotz aller offensichtlichen Probleme, ein Kleinunternehmer-Franchise aufgebaut hat, dass so nicht reproduzierbar ist.

Es ist eine ähnliche Situation wie ein Jahrzehnt zuvor, als eBay sich entschlossen hatte PayPal zu akquirieren. Und das, hat sich ja mittlerweile gewaltig ausgezahlt.


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