eBays kleiner Sieg gegen LVMH

Sieg für eBay in dem Rechtsstreit mit dem Luxuskonzern LVMH, zu der Marken wie Christian Dior, Kenzo, Givenchy, Louis Vuitton oder Guerlain gehören: Das Pariser Berufungsgericht hat am Freitag, dem 3.September 2010 eine Schadensersatzforderung gegen die Online-Handelsplattform um 33 Millionen Euro und damit deutlich reduziert.

Parallel bestätigte es jedoch im Grundsatz sein Urteil aus dem Juni 2008. Damals war eBay zur Zahlung von 38,8 Millionen Euro verurteilt worden, weil über seine Online-Seite gefälschte LVMH-Produkte gehandelt wurden. LVMH (Moët- Hennessy-Louis Vuitton SA) ist der weltweit größte Anbieter von Luxusprodukten, die von Handtaschen über Mode und Champagner bis hin zu Parfüm reichen. Der für Frankreich zuständige eBay-Manager Yohan Ruso sprach von einem großen Erfolg für eBay, aber auch die französischen Verbraucher. Die drastische Verminderung der Geldbuße zeige, wie gegenstandslos die Vorwürfe von LVMH gewesen seien. „Es ging bei diesem Fall immer nur um den Versuch LVMHs, die Menschen am Internet-Shopping und -Verkauf echter LVMH Artikel zu hindern“, so Yohan Ruso in einem Statement. Der Hersteller der Luxusprodukte sah in dem Urteil ebenfalls einen Erfolg für sich und die Konsumenten, da das Gericht im Grundsatz erneut die Beweisführung von eBay abgelehnt habe, dass man nur eine Plattform für An- und Verkauf sei und nicht selbst aktiv werde.

eBay hatte nach dem Urteil von 2008 eine Software eingesetzt, um einzelne LVMH Parfüm-Düfte aus den täglich 200 Millionen Artikeln im Angebot herauszufiltern. LVMH sieht in dem Gerichtsbeschluss jetzt die Möglichkeit, künftig auch in anderen Ländern zu klagen. Nach eBay- Angaben waren ähnliche Versuche dort bisher gescheitert.


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