Zalando plant zwei neue Logistikzentren in Polen und Frankreich

Der Online-Handel verzeichnet im E-Commerce die höchsten Wachstumsraten. Und keiner profitiert von dieser Entwicklung so sehr wie das Berliner Start-up Zalando, das mittlerweile 19 Millionen Kunden aus 15 europäischen Ländern beliefert. Um das steigende Bestellvolumen in Zukunft souverän zu bewältigen, baut das Erfolgsunternehmen Schritt für Schritt sein internationales Logistik-Netzwerk aus. Nach Niederlassungen in Italien und Lahr sollen bald auch Satellitenlager in Polen und Frankreich den Betrieb aufnehmen.

Zalando plant zwei neue Logistikzentren in Polen und Frankreich

Zalando plant zwei neue Logistikzentren in Polen und Frankreich

Für Zalando läuft das Geschäft prächtig. Im letzten Jahr kamen zu den bis dahin 16 Millionen registrierten Kunden drei weitere hinzu. Sie alle bestellen die Modeartikel des Berliner Online-Händlers aus mittlerweile 15 europäischen Ländern, sodass das Liefervolumen kontinuierlich steigt und sich momentan auf mehrere Millionen Pakete im Monat beläuft. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, baut das Unternehmen verstärkt seine Logistik aus. „Deutschland ist nicht mehr genug“, kommentiert Zalandos Logistikchef David Schröder diese Entwicklung lapidar und fügt hinzu, dass der richtige Zeitpunkt gekommen sei, „die nächste Evolutionsstufe zu starten und noch stärker auf die lokalen Kundenbedürfnisse einzugehen. Nur wenn wir operativ stark und international aufgestellt sind, können wir den lokalen Bedürfnissen unserer Kunden auch in Zukunft erfolgreich begegnen“

Satellitenlager in Italien und Lahr

Der internationale Ausbau von Zalandos Logistik-Netzwerk begann im Dezember letzten Jahres, als im norditalienischen Stradella ein Satellitenlager in Betrieb ging. Seitdem fungiert die Niederlassung als Zentrum für die Paket-Zustellung an die Kunden im Land. Rund 60 Prozent aller italienischen Bestellungen bearbeitet das Berliner Start-up hier in Stradella und bemüht sich, die Lieferung innerhalb von eineinhalb Tagen zu erledigen. Um im gleichen Tempo die Kunden aus Schweiz und Frankreich beliefern zu können, baute der Modehändler an deren Grenzen in Lahr ein weiteres Logistikzentrum. Dessen Testphase begann vor wenigen Wochen und soll im Herbst enden, wenn der reguliere Betrieb startet. Zusätzlich dazu plant Zalando eine neue Niederlassung in der Nähe von Paris, die nach derzeitigen Informationen im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen wird. Allerdings sollen hier nur Nischenprodukte aus Deutschland sowie Ware lagern, für die es in Frankreich eine sehr große Nachfrage gibt. Das hauptsächliche Ziel des Berliner Online-Händlers besteht aber darin, die Bestellungen der Kunden in der Hauptstadt so schnell wie möglich zu bearbeiten und ihnen die Ware innerhalb von 24 Stunden oder noch am selben Tag zu liefern.

Ein weiteres Logistikzentrum in Polen

Neben diesen Logistikzentren entsteht ein weiteres in Polen, womit Zalando auch näher eine seine Kunden im Norden rückt. Als Standort hat sich das Start-up Gryfino ausgesucht, das sich unweit von Stettin befindet. Der Bau beginnt noch in diesem Jahr, wobei Zalando bei diesem Projekt Hilfe von dem Unternehmen Goodmann erhält. Für den Betrieb wird hingegen der Logistik-Dienstleister Fiego zuständig sein. Wie Schröder mitteilt, soll das Zentrum genauso wie die Satellitenlager in Mönchengladbach, Erfurt und Lahr eine Fläche von 130.000 Quadratmeter abdecken. Darüber hinaus will der Modehändler hier bis zu 1.000 Mitarbeiter beschäftigen. Sie werden sich nicht nur um die Bestellungen der polnischen, sondern auch der Kunden aus Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen kümmern.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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