Megaupload-Gründer Kim Schmitz auf Kaution frei

Megaupload-Gründer Kim Schmitz auf Kaution frei

Jetzt also doch: Megaupload-Gründer Kim Schmitz ist überraschend gegen Zahlung einer Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Richter Nevin Dawson sah, anders als die anderen Richter vor ihm, einen Monat nach seiner Inhaftnahme keine ernsthafte Fluchtgefahr mehr, das berichtet zdnet.de. Damit sind nun alle 4 Megaupload-Betreiber unter strikten Auflagen auf Kaution frei.

Dawson begründet seine Entscheidung damit, dass es „höchst unwahrscheinlich“ sei, dass Schmitz nach der Beschlagnahme noch über ausreichend Geldmittel verfüge, um aus Neuseeland zu fliehen.

Die für die US-amerikanische Regierung eingesetzten Ankläger hatten behauptet, Schmitz sei „sehr vermögend“ und besitze mehrere Bankkonten. Doch die von den Ermittlern aufgespürten philippinischen Konten waren allesamt leer.

Der Megaupload-Finanzchef legte ferner Beweise dafür vor, dass Kim Schmitz in finanziellen Angelegenheiten „extrem unorganisiert“ sei. Weiterhin erklärte der Richter, dass sowohl Deutschland als auch Finnland, über deren Staatsbürgerschaften Schmitz verfügt, Auslieferungsabkommen mit den USA unterzeichnet haben.

Zirka eine Stunde nach dem Unterschreiben der Kautionspapiere konnte Schmitz das Gericht verlassen.

Gegen die von den Vereinigten Staaten verlangte Auslieferung will sich Kim Schmitz zur Wehr setzen. Die Verhandlung über die eventuelle Auslieferung wird nicht vor August erwartet. Die US-Ankläger haben ihren Auslieferungsantrag bei Gericht noch nicht eingereicht, was jedoch bis zum 2. März 2012 erfolgen muss.


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