Alibaba ist eine Fundgrube für Plagiate

Vor eingen Wochen ging Alibaba mit viel Aufsehen an die Börse. Der Konzern war auf einen Schlag mehr als 200 Milliarden US-Dollar wert. Zu Alibaba gehören mehrere Internet-Handelsplattformen. Darunter Alibaba.com, Taobao und AliExpress. Alle Seiten haben ein Problem gemeinsam: Das große Angebot an Plagiaten. Ob iPod-Geräte, iPhone-Klone oder gefälschte Adidas-Turnschuhe und Parfüms, viele der angebotenen Artikel sind Kopien.

Die Hersteller kämpfen fast täglich dafür, dass die gefälschten Produkte von den Alibaba-Seiten verschwinden. Der amerikanische Sportartikelhersteller Columbia Sportswear lässt angeblich jeden Monat 3.000 Angebote löschen. Bei geschätzten 100.000 Angeboten mit Columbia-Produkten alleine auf Taobao sei das aber ein fast aussichtsloser Kampf.

Bei Alibaba verkaufen die Händler primär an andere Händler – auch in die Schweiz. Ein Schweizer Kleinunternehmer gibt gegenüber Blick.ch zu, dass er diverse gefälschte Produkte über Alibaba bezieht und über gängige Internet-Plattformen weiter veräußert. Er beteuert aber, dass er diese Produkte auch als Plagiate kennzeichnet.

Der Internet-Konzern verdient sein Geld mit registrierten Nutzern und mit Kommissionen. Warum sollte er Interesse daran haben solche strittigen Angebote zu löschen?


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