Prognose: Anstieg des Transaktionsvolumens mobiler Bezahlmethoden um 75%

Der internationale Durchschnitts-Online-Shopper nutzt nur eine geringe Anzahl an Bezahlmethoden und behält ihm vertraute Systeme meist bei. Neben dem reinen Internet-Bezahlsegment kann der mobile Bezahlbereich im Jahr 2012 große Zuwächse notieren, so der Bericht „Global Online Payment Methods 2012“ von yStats.com.

So wird 2012 ein Anstieg des Transaktionsvolumens der mobilen Bezahlmethoden weltweit von rund 75% im Vergleich zu 2011 vorhergesagt. Um diesem Trend zu folgen hat die eBay Tochter PayPal das mobile Angebot PayPal Mobile auf den Markt gebracht. Des Weiteren bleibt das Unternehmen auch in 2012 weiter auf Wachstumskurs und plant Markteintritte in Russland, China, Indien und dem Nahen Osten.

Prognose: Anstieg des Transaktionsvolumens mobiler Bezahlmethoden um 75%

In den Vereinigten Staaten ist die Kreditkarte immer noch das populärste Bezahlmittel. Der Marktanteil von Kreditkarten beim Interneteinkauf in den USA betrug 2011 etwa 40%, wobei bis 2016, trotz Bedenken der Verbraucher hinsichtlich der Datensicherheit, mit einem leichten Anstieg gerechnet wird.

Trotz des weiter anwachsenden B2C E-Commerce in Latein Amerika nutzte dort etwa 50% der Online-Shopper Bargeld als Zahlungsmittel. Kreditkarten waren 2011 in Brasilien und Mexiko das bevorzugte Zahlungsmittel von Internetkäufern. Auch in Argentinien konnten Kreditkarten 2012 Bargeld als bevorzugte Art, online zu bezahlen, ablösen. Die Internet-Bezahlmethoden DineroMail und MercadoPago, der Bezahldienst von MercadoLibre, konnten dort starkes Wachstum in ihrem Transaktionsvolumen verzeichnen.

In Europa, wo Kreditkarten weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel im E-Commerce darstellen, wird versucht, durch Richtlinien und das SEPA (Single Euro Payments Area) Verfahren innereuropäische Online-Zahlungen zu vereinfachen. Auch in Großbritannien sind Kreditkarten in 2012 das am meisten verwendete online Zahlungsmittel, gefolgt von Debitkarten. In Frankreich wurden Kreditkarten und Bankkarten generell favorisiert, während die Bezahlung per Rechnung in Deutschland an erster Stelle stand.

Obwohl die Zahlung per Nachnahme in Osteuropa stark verbreitet war, konnten andere Methoden Zunahmen erreichen. So stieg in Russland die Anzahl an E-Wallets leicht, aber ihr Transaktionsvolumen besonders stark zwischen 2010 und 2011. In Rumänien wurden Kreditkarten in den ersten 9 Monaten in 2011 um fast 15% mehr genutzt, als es im Vorjahreszeitraum der Fall war. Die Vorlieben bezüglich Online-Bezahlmethoden in Skandinavien stellten sich geteilt dar. Während Online-Shopper in Schweden und Finnland 2011 Rechnungen bevorzugten, führten Kreditkartenzahlungen im Online-Handel in Dänemark und Norwegen deutlich vor anderen Methoden.
Bis auf China und Thailand stellen Kreditkarten 2012 die beliebteste Bezahlart von Online-Shoppern in der Asien-Pazifik-Region dar. In Japan verfügte jeder Einwohner 2011 im Schnitt sogar über mehr als 6 Kreditkarten. Sogenannte Third-Party-Payments, bei denen eine dritte Partei als Mittelsmann einspringt, sind besonders in China beliebt. Kreditkarten waren im Jahr 2011 die am meisten genutzte Bezahlmethode im E-Commerce in Südkorea.

PayPal war im Juli 2012 des Weiteren in Malaysia aktiv, wo das Unternehmen in Kooperation mit Malaysia Airlines mobile Zahlungsoptionen in der Flugbuchung anbot.

Der Payment Anbieter stellte in Australien in 2011 sogar das beliebteste Online-Zahlungsmittel dar und konnte dort Kreditkartenzahlungen auf Rang 2 verweisen.

Auch weniger traditionelle Märkte wie der Nahe Osten und Afrika weisen Potential für Online-Bezahlmethoden aufweisen. So stellten Visa- und Mastercard Zahlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Juli 2011 die populärsten Bezahlmethoden im E-Commerce dar, während mobile Bezahlmöglichkeiten in Afrika beliebt waren, wo viele Konsumenten aufgrund der günstigen Preise mobiles Internet nutzen. Mastercard begann beispielsweise eine Kooperation mit Oltio, um Mastercard Mobile in Südafrika anzubieten.

Was globale Bezahltrends im E-Commerce angeht, können Kreditkarten als populärste Methode angesehen werden, die besonders auch Bargeldzahlungen weiter verdrängt, wobei auch mobile Bezahlverfahren ein hohes Potential aufweisen.