Amazon zieht die Preisparität auf seiner Plattform strikt durch

Bereits im März 2010 war die Preisparität Amazons bereits ein Thema auf onlinemarktplatz.de.

Preisparität bedeutetbeispielsweise für deutsche Amazon-Händler, dass ihre Offerten für jedes einzelne  Produkt, welches sie auf Amazon Deutschland anbieten, der Preis so günstig sein muss wie das günstigste aller Angebote, zu dem die Verkäufer diesen Artikel über ihre anderen nicht ladengeschäftgebundenen (eigene Web-Shops zum Beispiel) Vertriebskanäle anbieten. Gleich welchen Artikel der Händler anbietet, der Artikelpreis und der Gesamtpreis (Gesamtbetrag, den ein Konsument zahlt, inklusiv Versandkosten und anderer Faktoren wie Rabatte oder Preisnachlässe aus Werbeaktionen, jedoch ohne Steuern) müssen beim Angebot über Amazon Deutschland gleich preiswert oder preiswerter sein.

Amazon zieht die Preisparität auf seiner Plattform strikt durch

Diese Neuerung führte dazu, dass sich das Bundeskartellamt damit beschäftigte und auch das Landgericht München.

Der Preis ist immer ein wichtiger Faktor für Kunden und Amazon arbeitet hart daran sicherzustellen, dass seine Kunden keine günstigeren Preise auf anderen Plattformen vorfinden. Daher ist Amazon auch hinsichtlich seiner Preisparität sehr genau und kontrolliert alle Händler-Angebote sehr strikt, so Amazonstrategies.

Die Preisparität wird landesbezogen überprüft. Sobald Amazon feststellt, dass sich ein Händler nicht daran hält, wird er von Amazon kontaktiert und verwarnt. Amazon kann zu jeder Zeit den Account des betreffenden Händlers vorübergehend schließen und Zahlungen blockieren. Der Internetriese zögert hier auch nicht, ungeachtet wie erfolgreich man auf der Plattform Handel betreibt. Die Sanktionen gelten dann grenzüberschreitend, wenn man international verkauft.

Amazonstrategies empfiehlt eindringlich sich an die Preisparität für den gesamten Lagerbestand zu halten, denn Amazon wird die Suspendierung solange aufrechterhalten, bis die Preisparität vollständig gewährleistet ist.