Fotos in eBay-Artikeleinstellungen können täuschen

In nachfolgendem Artikel geht es um Bilder bei eBay-Artikeleinstellungen – ein Thema, das in letzter Zeit häufiger Gegenstand verschiedener Berichte war.

Auslöser für den Artikel von Chris Dawson war ein Einkauf auf dem britischen Online-Marktplatz eBay. Dawson erstand ein gebrauchtes Laptop CD ROM Laufwerk und wollte damit sein eigenes, defektes ersetzen, bei dem die Einfassung gebrochen war. Er fand etwas, das aussah als wäre es der perfekte Ersatz. Das Foto passte und die Artikelüberschrift verriet ihm, dass es exakt das war, was er brauchte.

Unglückerlicherweise musste er beim Erhalt feststellen, dass ausgerechnet die Einfassung fehlte. Zur Entschuldigung des Händlers erklärt Dawson allerdings, dass dies in der Artikelbeschreibung aufgeführt war, die jedoch ist viel weiter unten auf der Seite. Dawson begnügte sich mit den ersten sichtbaren Informationen wie Foto, Überschrift, Artikelzustand („gebraucht: Ein Artikel, der bereits benutzt wurde. Der Artikel hat ein paar kosmetische Fehler, aber er ist voll funktionstüchtig…“)

Hier kommt das Foto ins Spiel: Warum lädt der Händler beim Verkauf des gebrauchten Artikels ein Foto eines brandneuen Produktes hoch, bei dem alle Teile vorhanden sind? Der Käufer erwartet doch dann, das zu erhalten, was er auf dem Foto sieht! Wenn man also keine eigenen Fotos von dem zu verkaufenden Artikel hat oder machen kann, dann sollte wenigstens in der Überschrift oder im Untertitel der Mangel angegeben werden.

Dawsons Verkäufer nimmt den Gegenstand zwar zurück, doch die Kosten die entstehen, wären vermeidbar gewesen.

„Klar werden jetzt viele sagen, dass ich mir hätte die Zeit nehmen sollen, um auch das Kleingedruckte zu lesen und jedes Wort der Artikelbeschreibung. Aber, ich war in Eile und es war ein alltäglicher Ersatzteil-Kauf. Also prüfe ich das Bild, das passte zu dem, was ich gesucht habe und die Artikelüberschrift bestätigte das Foto. Ich kontrollierte die Teile-Nummern sowohl für das Laufwerk als auch für den Laptop – passte beides und los ging es. Ich nahm nicht an, dass etwas schiefgeht.“

Fazit

Archivbilder sind super für neue Produkte. Für gebrauchte Artikel, die Mängel aufweisen oder bei denen Teile fehlen, können sie irreführend sein und oft endet so ein Einkauf dann in Rücksendungen. Nicht ohne Grund hat eBay USA bei seinen diesjährigen Frühjahrsneuerungen Archivbilder für gebrauchte Waren verboten und verlangt Fotos von den aktuellen Artikeln. Dawson hofft, dass dies auf dem britischen Online-Marktplatz eBay auch bald eingeführt wird.


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