Autoren verklagen Microsoft und OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung beim KI-Training

In einem aktuellen Rechtsfall stehen OpenAI und ihr finanzieller Unterstützer Microsoft im Zentrum einer Klage, die von nicht-fiktionalen Autoren eingereicht wurde. Diese Klage, die am 5. Januar im Bundesgericht in Manhattan eingereicht wurde, behauptet, dass OpenAI und Microsoft das Werk der Autoren unrechtmäßig verwendet haben, um ihre KI-Modelle zu trainieren, einschließlich des bekannten Chatbots ChatGPT und anderer KI-basierter Dienste​​​​.

Autoren verklagen Microsoft und OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung beim KI-Training
Autoren verklagen Microsoft und OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung beim KI-Training ©onlinemarktplatz.de

Die Autoren Julian Sancton, Nicholas Basbanes und Nicholas Gage führen in der Klage an, dass OpenAI zehntausende von Sachbüchern ohne Erlaubnis kopiert hat. Die Kläger fordern finanziellen Schadensersatz und eine gerichtliche Anordnung, um die behauptete Urheberrechtsverletzung zu stoppen​​​​. Die Klage ist Teil einer Reihe von ähnlichen Klagen, die von verschiedenen fiktionalen und nicht-fiktionalen Schriftstellern, darunter die Komikerin Sarah Silverman und der „Game of Thrones“-Autor George R.R. Martin, gegen Technologieunternehmen eingereicht wurden, wegen des angeblichen Gebrauchs ihrer Werke zur Schulung von KI-Programmen​​.

Die Anwälte der Kläger, darunter auch Michael Richter, betonen, dass es „empörend“ sei, dass die Unternehmen die Werke der Autoren verwenden könnten, um eine neue Milliarden-Dollar-Industrie zu unterstützen, ohne jegliche Entschädigung zu leisten. Bislang haben weder Microsoft noch OpenAI öffentlich auf die Klage reagiert​​.

Diese neueste Klage hebt hervor, dass OpenAI und Microsoft die Werke von nicht-fiktionalen Autoren, darunter Julian Sancton, verwendet haben, um ihre großangelegten Sprachmodelle zu trainieren, ohne die entsprechenden Erlaubnisse einzuholen. Sancton ist speziell wegen der Nutzung seines Buches „Madhouse at the End of the Earth: The Belgica’s Journey into the Dark Antarctic Night“ als Trainingsmaterial für die GPT-Modelle von OpenAI beteiligt. Diese Klage ist besonders bemerkenswert, da sie das erste Mal ist, dass Microsoft als Mitangeklagter neben OpenAI genannt wird. Diese Verbindung rührt daher, dass Microsoft Milliarden in das KI-Start-up investiert hat und OpenAI’s Systeme in seine Produkte integriert hat. Die Klage sucht eine unbestimmte Summe an Schadenersatz sowie eine gerichtliche Anordnung zur Unterbindung der angeblichen Urheberrechtsverletzungen​​.

Diese Klage wirft wichtige Fragen über die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken zur Entwicklung und zum Training von Künstlicher Intelligenz auf. Sie beleuchtet die komplexen rechtlichen und ethischen Herausforderungen, die mit dem Aufkommen fortschrittlicher KI-Technologien verbunden sind, insbesondere in Bezug auf Urheberrechtsverletzungen und die faire Entschädigung von Urhebern.

Frank