Amazon verkauft nun auch deutsche E-Books

In einem lange erwarteten Schritt startet der Internet-Händler Amazon den Verkauf von digitalen Büchern nun auch in Deutschland. Während das US-Business mit digitalen Büchern in den vergangenen 4 Jahren zu blühen begann, ist die Nachfrage in der Bundesrepublik nach wie vor zurückhaltend. Mit 25.000 deutschsprachigen E-Books zum Start will Amazon die Leser erobern. Ob der deutsche E-Book-Markt dadurch in Schwung kommt, bleibt jedoch abzuwarten.

„Das ist erst der Anfang. Unser Ziel ist es, jedes Buch in jeder Sprache an jedem Ort in 60 Sekunden verfügbar zu machen“, erklärte der Deutschland-Geschäftsführer von Amazon, Ralf Kleber.

Neben dem Deutschland-Verkauf der E-Reader Kindle, der bereits seit 2009 in Deutschland angeboten wird, sowie den zugehörigen Büchern, hat Amazon nun auch die deutschen Kindle-Apps für iOS, PC und Android gestartet, damit das Kindle-Format auch auf dem iPad und auf Smartphones gelesen werden kann.

An Büchern standen bislang vor allem englischsprachige Titel zur Verfügung: 650.000 E-Books in einem speziellen Kindle-Format, das einen Kopierschutz enthält. Zu dem Gesamtangebot gehören auch einige tausend kostenfrei verfügbare Klassiker, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind.

Zum Download stehen sowohl Klassiker und Bestseller als auch Neuerscheinungen von Verlagen und unabhängigen Autoren bereit. So bietet Amazon mit dem Programm „Kindle Direct Publishing“ gegen 30% der Einnahmen ab sofort die Möglichkeit, Werke als Kindle-E-Books über die Amazon-Plattform zu veröffentlichen. Außerdem finden sich Tageszeitungen und Magazine für den Einzel- oder Abo-Bezug im Shop. Eine Verleih-Funktion, wie es sie in den USA bereits gibt, ist vorerst nicht vorgesehen.


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