John Donahoe beantwortet aktuelle Fragen in der eBay Radio Show

eBay CEO John Donahoe hat Anfang Oktober bei eBayRadio Fragen des Gastgebers Jim Griffith, “Griff?, und den Hörern beantwortet. Hier Auszüge aus der einstündigen Radiosendung. John Donahoe erklärt zu Anfang der Sendung, dass er gerade von einem eBay Voices Treffen kommt, was etwas verwundert, da Gerüchte vor einiger Zeit ja besagten, dass eBay Voices eingestellt wird. Donahoe sagte, dass dieses Treffen zwischen Händlern und Käufern immer sehr produktiv sei und die Dialoge zwischen den Teilnehmern sehr fruchtbar seien. Eingeladen waren im Übrigen auch frühere Mitglieder von eBay Voices. Jim Griffith als Gastgeber wirft noch kurz ein, dass man in der Sendung wahrscheinlich nicht alle Fragen der Anrufer und E-Mail-Schreiber beantworten könne oder Lösungen parat habe, aber man in jedem Fall genau zuhören und später auch analysieren wird.

Griff bat Donahoe zu Beginn doch kurz zu erklären, was man unter „long tail merchandise“ bei eBay zu verstehen hat, da viele der Zuhörer mit diesem Begriff Schwierigkeiten hätten. John Donahoe: Long tail bedeutet, dass nicht brandneue, aus der aktuellen Saison stammende Waren angeboten werden, sondern einzigartige, schwer zu findende, gebrauchte oder aufgemöbelte Waren. Dies kommt den kleineren Händlern zugute. Zwar können die Dinge ganz neu sein, aber dann stammen sie meist aus der Vorsaison oder sind Liquidations-Artikel. Griff wollte auch wissen, warum viele Händler den Eindruck hätten, eBay zwinge ihnen den Gratisversand auf. John Donahoe: Natürlich sehe ich auch, dass ein Großhändler den kostenfreien Versand finanziell besser wegstecken kann, als ein kleiner Verkäufer. Auf der anderen Seite ist aber auch so, dass eBay auch für Verkäufer nur dann funktioniert, wenn Käufer auf der Plattform sind. Und eines ist klar: Die Käufer „verlangen“ von eBay den gleichen Standard, den andere E-Commerce-Plattformen bieten und die meisten bieten den Gratisversand an. Da hat sich in den letzten 3 Jahren sehr viel in den Ansprüchen der Kunden geändert und diesen Bedürfnissen muss man versuchen nachzukommen. Und dazu gehört auch der kostenfreie Versand.

Jim Griffith sagt, dass es einige Leute gibt die behaupten, John Donahoe wäre sich der Schwierigkeiten denen sich die Händler gegenüber sehen (ökonomisches Klima, viele Neurungen…) nicht bewusst und nehme diese auch nicht ernst. John Donahoe: Es ist für jeden in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation schwer Geschäfte zu machen. Aber eBay ist ein Ort von Individualisten und kreativem Unternehmertum, die es schaffen und Erfolg haben werden. Ich weiß, dass der Wettbewerb sehr hart ist, besonders für die kleinen Händler, die gegen die großen ankämpfen müssen. Doch dafür bin ich ja auch bei eBay. Ich möchte jedem helfen erfolgreich zu sein, vor allem auch den kleinen Verkäufern.

Desweiteren ging es in der Sendung um das Kleinanzeigenformat, dass eBay ausbauen möchte. Neuigkeiten hierzu gab es nicht. Eine zugeschaltete langjährige eBay-Verkäuferin wollte von Donahoe wissen, ob man die automatisierten E-Mails (zur Feedback-Abgabe und Zahlungserinnerung innerhalb von 48 Stunden), die eBay an Käufer versendet, als Händler abstellen kann. Sie fürchtet, dass der Kunde denkt der Händler verschicke diese und sie als Verkäuferin möchte lieber selbst den Kontakt zu den Kunden aufrecht erhalten (Zum Thema Beziehung eBay-Käufer-Verkäufer lesen Sie auch: Die Käufer-Verkäufer-Beziehung in Bezug auf den Zahlungsverkehr bei eBay). Griffith erklärte, dass er in dem Thema mehr drinstecke, sodass er die Frage beantwortet: Man kann die Funktion in Mein eBay abschalten – ja, doch die Händlerin müsse sich nicht sorgen, da die Mails sehr höflich verfasst seien.

Ein Händler erkundigt sich nach der neu installierten violett-farbenen Box, die auf Top-Rated-Verkäufer hinweist und Verkäufer ohne Top-Bewertung ausschließt. John Donahoe antwortete hierauf, dass weniger als 0.5% der eBay-Nutzer diese nutzen. Er gab zu, dass er, als er dieses zum ersten Mal sah sehr erschrocken sei. Sollte diese Box sich als Nachteil für die Händler erweisen, so könne er sich vorstellen, dass dieses Feature wieder entfernt würde.

Unglücklicherweise wurde die Frage eines Top-Rated Händlers nicht letztendlich beantwortet. Der Händler, Verkäufer mit Top-Bewertung, bietet den Gratisversand an und seine Artikeleinstellungen erscheinen trotzdem erst ganz unten in den Suchergebnissen, so ab den Seiten 10 bis 12. Er sei nicht der einzige, dem es so ginge. Griffith meinte dazu nur, dass er das Problem an das eBay-Such-Tema weitergeben würde.

Zum Net Promoter Score (eBay testet Net Promoter Score) gab es ebenso ein E-Mail. John Donahoe bestätigte, dass eBay diesen tatsächlich teste, aber nur bei 1% der eBay-User. Sollte der Probelauf erfolgreich verlaufen, wird der Test auf 5% ausgedehnt. „Wir nehmen Änderungen zum Feedback nicht auf die leichte Schulter und eine Änderung steht momentan nicht bevor – nichts wurde bisher entschieden.“ Zum Schluss der Sendung sagte Jim Griffith, dass alle Mails an ihn weitergeleitet würden und er sich um die Beantwortung der Fragen bzw. um eventuelle Problemlösungen kümmere.

Wer die komplette Sendung anhören möchte, der klickt hier.

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