Eine Million Downloads der Skype iPhone-Applikation innerhalb einer Woche

Der Telefonie-Anbieter Skype, der vor einer Woche angekündigt hatte, ein Serviceangebot für iPhone- und BlackBerry-Geräte zu starten, hatte sich viel von der iPhone–Applikation versprochen. Dass sie dann aber so enorm einschlagen würde, damit hatte niemand gerechnet. Seit der Ankündigung vor 1 Woche wurde die Software eine Million Mal heruntergeladen, was umgerechnet etwa 6 Downloads in der Sekunde entspricht.

Derweil plagen die Verantwortlichen von Skype ganz andere Sorgen. T-Mobile schließt in den Handyverträgen die Nutzung von VoIP-Diensten grundsätzlich aus und kündigte an, man behalte sich vor, die Anwendung von Skype auch über das T-Mobile-Netz zu blockieren. Der Anwalt von Skype, Garry Miller, schreibt im offiziellen Skype-Blog: „Schickt die Deutsche Telekom ihre Kunden in den April?“. Er fährt fort: „Ich finde es sehr interessant, dass die Deutsche Telekom so rabiat ist, eine willkürliche Blockierung von Skype kundzutun. Als Argument führt das Unternehmen technische Gründe an. Das allerdings entbehrt jeglicher Grundlage. Skype funktioniert perfekt auf dem iPhone, was hunderttausende Nutzer weltweit auch bestätigen können.“

Die Deutsche Telekom rechtfertigte ihre Vertragspolitik damit, dass die angekündigte Sperre für Skype einzig und allein der eigenen Qualitätssicherung diene. T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow gegenüber Wirtschaftswoche: „Der Schutz unserer Netz-Performance steht im Vordergrund. Die Telekom kann bei Skype-Gesprächen nicht für dieselbe Sprachqualität garantieren, die sie für sich beansprucht. Enttäuschte Kunden könnten solche Qualitätsmängel statt Skype der Telekom anlasten.“ Der Netzbetreiber begründet die Blockade damit, da generell die Übertragungsgeschwindigkeit durch die Applikation reduziert oder das Netz überlastet würde.

Die Voice on the Net (VON) Coalition Europe, eine Vereinigung von Anbietern von VoIP-Lösungen, hält die von T-Mobile angeführten technischen Gründe für ein Skype-Verbot für vorgetäuscht. Die Voice on the Net (VON) Coalition Europe wurde im Dezember 2007 gegründet. Zu ihren Mitgliedern zählen iBasis, Intel, Google, Microsoft, Rebtel, Skype sowie Voxbone. Sie fordern die Europäische Union auf, dass der Zugang über das mobile Internet nicht boykottiert werden darf. Nach Angabe von Voice on the Net beansprucht ein normales Skype-Gespräch 8 bis 20 KBit/s, so dass die Netzbelastung nicht höher ist als bei einem Aufruf einer durchschnittlichen Webseite. Die Organisation verlangt von der EU, solche Einschränkungen zu verhindern. Der Verbraucher  müsse frei wählen können, welche Dienste und Anwendungen er nutzen wolle. Netzbetreiber sollten nicht darauf einwirken können, welchen Service ein Konsument verwenden darf und welche nicht.

Beitrag teilen: