Paydirekt 2.0: Bezahldienst arbeitet an einer besseren Version

Die deutschen Banken haben den eigenen Bezahldienst Paydirekt auf den Markt gebracht, um vor allem dem Branchenprimus PayPal und Amazon Pay Paroli zu bieten. Von diesem Ziel sind die Initiatoren aber noch immer weit entfernt. Deswegen arbeiten sie gerade an einer verbesserten Version. Unstimmigkeiten gibt es derzeit nur in der Frage, wie das Projekt finanziert werden soll.

Paydirekt 2.0: Bezahldienst arbeitet an einer besseren Version

Paydirekt ist schon lange auf dem Markt. Dennoch bereitet es dem Bezahldienst der deutschen Banken Schwierigkeiten, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Daran ändert es auch nichts, dass er hierzulande mittlerweile zu den fünf meistgenutzten Anbietern aufgestiegen ist. Seine Dienste nehmen gerade einmal zehn Prozent der Online-Shopper in Anspruch. Im Vergleich mit dem Branchenprimus PayPal, der einen Zuspruch von 95 Prozent genießt, ist das nicht der Rede wert. Genau deswegen geht Paydirekt jetzt in die Offensive, beziehungsweise seine Betreiber: Die deutschen Banken tüfteln gerade an einer verbesserten Version, wie das Portal Heise berichtet. Diese soll den Namen «Paydirekt 2.0»tragen.

Finanzierung des Projekts

Laut DPA bemühe man sich gerade, das dafür nötige Geld zusammenzubringen, damit das Projekt verwirklicht werden kann. „Die genossenschaftliche DZ-Bank geht davon aus, dass die Finanzierung für ‚Paydirekt 2.0‘ bis Ende dieses Jahres steht, wie deren Vorstand Thomas Ullrich am Donnerstag in Frankfurt sagte. Nach seiner Einschätzung werden alle Verbünde – Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Privatbanken – mitziehen“, schreibt Heise mit Verweis auf die DPA. Demnach stellt die Finanzierung die größte Hürde da, während der Plan für die Weiterentwicklung steht. Das hat Vorstand Thomas Ullrich bestätigt. Wie viel Geld insgesamt benötigt wird, scheint noch unklar zu sein.

Unterschiedliche Auffassung über Investitionshöhe

Die Sparkassen wollten ursprünglich 100 Millionen Euro in das Projekt investieren. Zu solchen Ausgaben scheint die genossenschaftliche DZ-Bank nicht bereit zu sein. Thomas Ullrich spricht in diesem Zusammenhang von „sehr viel weniger“. Andere Partner wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank haben sich noch nicht konkret zu den Finanzierungsplänen geäußert. Sollten sie sich vor größeren Ausgaben sträuben, könnte das Projekt scheitern. Die Sparkassen in Niedersachsen haben bereits eine Warnung ausgesprochen.