Jack Ma räumt in einem Jahr den Chefposten bei Alibaba

Jack Ma räumt in einem Jahr den Chefposten bei Alibaba
Jack Ma räumt in einem Jahr den Chefposten bei Alibaba

In den letzten Tagen sorgte der chinesische Internet-Riese Alibaba für Schlagzeilen. Sein derzeitiger CEO Jack Ma soll, so hieß es, seinen Posten räumen. Nun haben sich die Gerüchte bewahrheitet. Der scheidende Chef übergibt den Stab an Daniel Zhang und bedankt sich bei seinen Mitarbeitern.

Es zeichnete sich bereits ab: Jack Ma wird seinen Chefposten bei Alibaba räumen. Das gab der Internet-Riese heute bekannt. Sein Nachfolger wird Daniel Zhang, der die Geschäfte ab dem 10. September 2019 zu leiten beginnt. Die nächsten zwölf Monate sind für einen reibungslosen Übergang vorgesehen. Als Mitglied des Verwaltungsrats bleibt Ma ein Jahr länger bis zur Hauptversammlung 2020.

Dank an die Mitarbeiter

Die Entscheidung erfolgt kurz vor dem 19. Geburtstag des Unternehmens. „Ich möchte allen Alibaba-Kollegen und Ihren Familien einen besonderen Dank aussprechen, denn Ihr Vertrauen, Ihre Unterstützung und unser gemeinsames Unternehmen haben uns in den vergangenen 19 Jahren mit Vertrauen und Stärke auf diesen Tag vorbereitet“, heißt es in einem Brief, den Ma an Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre adressierte. Darin erinnert der scheidende Chef an die Anfänge des Unternehmens und beschreibt, was das Management damals umtrieb: „Als Alibaba 1999 gegründet wurde, war unser Ziel, ein Unternehmen aufzubauen, das China und die Welt stolz machen könnte und eines, das über drei Jahrhunderte hinweg 102 Jahre dauern könnte.“

Entwicklung von Talenten und Nachfolgern

In seinem Brief verrät Ma zudem, dass der Verwaltungsrat des Unternehmens sich von Anfang an damit beschäftigte, wie ein Wechsel auf dem Chefposten optimal vorbereitet werden könnte: „Wir haben uns vor 10 Jahren diese Frage gestellt: Wie könnte Alibaba nachhaltiges Wachstum erreichen, nachdem Jack Ma das Unternehmen verlässt? Wir glaubten, dass der einzige Weg zur Lösung des Problems der Unternehmensnachfolge darin bestand, ein Governance-System zu entwickeln, das auf einer einzigartigen Kultur und Mechanismen zur konsequenten Entwicklung von Talenten und Nachfolgern beruht. In den letzten 10 Jahren haben wir an diesen Zutaten gearbeitet.“