Berliner Bezahldienst Cringle hat Insolvenz angemeldet

Der Payment-Markt ist stark umkämpft. Riesen wie Amazon Pay, PayPal oder Apple üben dabei so viel Dominanz aus, dass kleinere Wettbewerber die Reißleine ziehen müssen. Jetzt hat der Berliner Bezahldienst Cringle Insolvenz angemeldet. Aufgeben will er trotzdem nicht.

Berliner Bezahldienst Cringle hat Insolvenz angemeldet – pixabay.com ©derneuemann (Creative Commons CC0)

Als der Berliner Bezahldienst Cringle im Dezember 2014 an den Start ging, waren die Erwartungen groß. Wie der Konkurrent PayPal bietet er seit der Gründung die Möglichkeit, per App Geld an Freunde zu senden. Von dem Service machen Nutzer vor allem dann Gebrauch, wenn sie zum Beispiel gemeinsame Rechnungen bezahlen wollen. Registriert haben sich bislang 115.000 Nutzer. Lange Zeit sah es gut aus, so dass der Bezahldienst den gesamten europäischen Markt anvisierte. Allerdings gelang es den Berlinern nicht, Investoren zu finden. Jetzt musste das Start-up Insolvenz anmelden, wie die DPA berichtet.

Investoren glauben nicht an Erfolg

Der Wettbewerb auf dem Payment-Markt ist enorm hart. Mit Google, Apple, Facebook und Amazon stehen dem noch jungen Unternehmen Konkurrenten gegenüber, deren Macht auf Investoren abschreckend wirkt. Viele räumen Cringle so gut wie keine Chancen ein und glauben, dass der Bezahldienst das Rennen um die Nutzer verloren habe. Daraus zieht das Start-up nun die nötigen Konsequenzen. Trotzt der Insolvenzanmeldung läuft das Geschäft aber weiter, wie ein Sprecher anmerkt: „Die Cringle-App sowie die Zahlungsinfrastruktur bleiben unberührt und ihr könnt wie gewohnt weiter cringeln“, zitiert die DPA die Gründer des Unternehmens.

Optimistische Botschaft an die Kunden

Das Führungsmanagement will sich noch nicht geschlagen geben und sucht nach Wegen, wie Cringle gerettet werden könnte. Dementsprechend optimistisch klingt die Botschaft an die eigenen Kunden: „Momentan sind wir guter Dinge, dass es eine langfristige Zukunftslösung für Cringle geben wird, damit du die App auch weiterhin nutzen kannst. Falls es zu keiner Lösung kommen sollte, informieren wir dich früh genug über die nächsten Schritte.“


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