Amazon führt Influencer-Programm ein und bringt seinen B2B-Service nach Großbritannien

Der B2B-Handel wächst von Jahr zu Jahr. Dieses Potential will sich Amazon nicht entgehen lassen. Deswegen führte der Internet-Riese vor zwei Jahren zunächst zu Hause in den USA einen Geschäftskunden-Service namens „Amazon Business“ ein, den er vor wenigen Monaten auch nach Deutschland brachte. Jetzt ist er in einem dritten Land verfügbar. Doch das ist nicht die einzige Neuerung.

Amazon ist dafür bekannt, in so ziemlich jedem Feld aktiv zu werden, sobald dieses Profite verspricht. Nachdem der Internet-Riese Jahrzehnte seinen Online-Marktplatz betrieben hatte, führte vor nicht so langer Zeit eine B2B-Entsprechung ein. Unter der Bezeichnung „Amazon Business“ erschien das Geschäftskunden-Angebot zunächst 2015 in den USA, wo seit diesem Zeitpunkt 400.00 Unternehmen über das Portal des Internet-Giganten Handel treiben. Das Potential ist riesig, wie die knapp eine Milliarde US-Dollar Umsatz im ersten Jahr belegen. Deswegen leitete Amazon kurz darauf den nächsten Schritt ein und brachte vor vier Monaten seinen B2B-Service auch nach Deutschland, wo das Unternehmen mittlerweile 50.000 Geschäftskunden zählt. Ihnen stehen rund 10.000 Händler gegenüber, wie der Online-Riese aus Seattle jetzt bekannt gab. Interessanter als diese Nachricht war nur der Start von Amazon Business in Großbritannien, der vor wenigen Tagen erfolgte.

Amazon führt Influencer-Programm ein und bringt seinen B2B-Service nach Großbritannien

Amazon begibt sich auf das Gebiet des Influencer-Marketings

Amazon führt neue Funktionen ein

Auf der Insel liegt das Umsatzpotential im B2B-Bereich bei über 100.00 Milliarden Euro. Das dürfte auch der Grund sein, warum Amazon seinen Service hier als nächstes anbietet. Kurz vor der Einführung nahm er nach Wunsch seiner Geschäftskunden einige Veränderungen vor, die zum Beispiel Funktionen wie den „Kauf auf Rechnung“ betreffen, sich aber auch auf „Firmen-Konten mit mehreren Nutzern“ beziehen. Des Weiteren baten manche Kunden, die Netto-Preise ohne die Umsatzsteuer anzuzeigen. Auch diesem Wunsch kam Amazon nach und führte die entsprechende Funktion ein.

Amazon startet Influencer-Programm

Zusätzlich zu diesen Neuerungen begibt sich Amazon auf das Gebiet des Influencer-Marketings. Dahinter verbirgt sich ein Konzept, bei dem Unternehmen mit zum Beispiel Bloggern oder YouTubern kooperieren. Diese testen gegen Bezahlung ihre Produkte und sprechen idealerweise eine Empfehlung aus. Das möchte sich nun auch Amazon zunutze machen, weshalb der Internet-Riese ein entsprechendes Programm gestartet hat. Zurzeit befindet es sich noch in der Beta-Phase und enthält einige Beschränkungen. So wählt der Online-Gigant zum Beispiel die Meinungsmacher selber aus. Wer dazugehören und für das „Amazon Influencer Program Produkte testen will, muss sich zunächst bewerben. Das weitere Schicksal liegt dann in den Händen des mächtigen Internet-Händlers. Allerdings gibt es einige Faktoren, die die Aufnahme wahrscheinlicher machen. Zu ihnen zählt unter anderem eine große Fangemeinde. Wenn die Anhänger auch noch sehr aktiv in den sozialen Medien sind, sollte der Teilnahme am „Amazon Influencer Program“ nichts im Wege stehen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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