Sharing Economy: Teilen als neues Geschäftsmodell

Mehr und mehr Menschen entscheiden sich für ein umweltbewussteres Leben. Seit einigen Jahren ist ein nachhaltiger Lebensstil sehr angesagt, was sich auch an erfolgreichen Geschäftsmodellen von Unternehmen wie beispielsweise Airbnb und Uber zeigt. Diese setzen auf das Prinzip des Teilens, in der Wirtschaft „Sharing Economy“ genannt.

Bei Sharing Economy handelt es sich um ein Geschäftsmodell, das auf dem Teilen basiert. Wer zum Beispiel eine Bohrmaschine besitzt, diese aber nur selten benötigt, bietet sie im Netz zur Ausleihe an. Das heißt jemand anderes, der nur schnell ein Regal in der neuen Wohnung befestigen möchte, muss sich nicht extra ein neues Werkzeug anschaffen. Auch den Sommerurlaub muss man nicht mehr im anonymen Hotel verbringen. Mit Anbietern wie Airbnb kann man vorübergehend die Wohnung von Einheimischen mieten und sich wie ein Ansässiger fühlen.

Solche Modelle eines nachhaltigen Lebensstils funktionieren allerdings nur, wenn die Konsumenten sich von alten Mustern wie „Ich brauche etwas, also kaufe ich es.“ lösen und Neues wagen. Sharing Economy kann die Menschen dabei unterstützen, ihr gewohntes Konsumverhalten zu ändern, und Menschen selbst als Teil der Lösung integrieren. Durch das Internet hat sich das Teilen-Phänomen schnell verbreitet – mittlerweile kann jeder im Netz sein Hab und Gut verleihen, vermieten oder sogar tauschen. Neben Airbnb und Uber gibt es noch andere Ideen:

  • Wohnmobil vermieten: Ein Urlaub mit dem Wohnmobil ist wunderbar praktisch, da man sein Zuhause immer mit dabei hat, aber flexibel von Ort zu Ort reisen kann. Doch die Anschaffung eines Wohnmobils ist recht preisintensiv. Hinzu kommt, dass es den Großteil des Jahres kaum benutzt wird. Da lohnt sich eine Plattform wie Campanda, auf der man sein Wohnmobil vermieten und gleichzeitig Menschen, die sich keinen Wohnwagen anschaffen möchten, einen Urlaub auf vier Rädern ermöglichen kann.
  • Co-Working: Heutzutage gibt es immer mehr Selbstständige im Berufsleben, die von zu Hause aus arbeiten. Auch sie wünschen sich ab und zu einen Ort, an dem sie sich ausschließlich auf die Arbeit konzentrieren können und nicht von Alltagsdingen wie Haushaltsaufgaben oder der Paketpost abgelenkt werden. Außerdem benötigt ein eigenes Büro einiges an Ausstattung, die sich nicht jeder leisten kann. Zum Glück gibt es die Plattform coworking.de, auf der man sich größere Büroflächen anmieten und dann mit anderen Freelancern teilen kann – ebenso wie Büro-Equipment in Form von Drucker, Scanner oder Beamer. Ein weiterer Vorteil ist das Zusammensein mit anderen Freiberuflern, mit denen man sich austauschen und Büroatmosphäre genießen kann.
  • Call a Bike: Einen anderen Ort per Fahrrad zu erkunden macht mehr Spaß als mit dem Touristen-Bus. Hier kann man auch in enge Gassen einbiegen und die Stadt auf eigene Faust entdecken. Dafür muss man sein eigenes Rad nicht mitnehmen, sondern kann mit Fahrradmietstationen wie Call a Bike nach einer schnellen Online-Registrierung ein Fahrrad mieten. Solche Stationen gibt es mittlerweile in vielen Städten. Sie sind meist so verteilt, so dass man das Fahrrad an einer anderen Station wieder anschließen und zu Fuß weiter gehen kann. Die Preise für diesen Komfort sind obendrein erschwinglich.

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Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.



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