Deutliche Erhöhung der Verkäufer-Limits bei eBay USA

eBay USA erhöht für die meisten seiner Verkäufer die Zahl der Artikel, die sie ohne Vorab-Gebühren einstellen können. Zudem erhalten die Verkäufer die Möglichkeit, durch Erhöhung der Angebotsgrenzen in ihren Konten, mehr Artikel anzubieten. Die Neuerungen treten mit Wirkung zum 15. Oktober 2015 in Kraft, gerade rechtzeitig für das herannahende Weihnachtsgeschäft.

Die treibende Kraft hinter den Änderungen könnte laut Ina Steiner Hal Lawton, der neue Head of eBay Marketplaces North America sein. Er hat einen „Retail-Hintergrund“ und kam erst im Mai 2015 zu eBay. Davor stand er bei Depot der Marketing-Abteilung vor. Deutliche Erhöhung der Verkäufer-Limits bei eBay USA

Viele Einzelhändler erwirtschaften einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes in der Vorweihnachtszeit und eBay wurde von einigen Verkäufern oft dafür kritisiert, keine verantwortliche Führungskraft mit „Verkaufs-Hintergrund“ zu haben, was bei Hal Lawton jedoch der Fall ist.

Verkäufer ohne eBay Shops sind die größten Nutznießer: Sie erhalten eine erhöhte monatliche Zuteilung von 20 auf 50 kostenfreie Artikeleinstellungen im Auktions-oder Festpreisformat – in fast allen Kategorien.

Verkäufer mit einem Basic-Shop Abonnement dürfen ab 15. Oktober 2015 monatlich 200 kostenfreie Einstellungen im Festpreisformat vornehmen (bislang 150).

Die Erhöhung der Artikelanzahl zur kostenfreien Einstellung könnte ein Versuch eBays sein, Händler von Amazon zurückzugewinnen, so ein Leser der Seite eCommerceBytes. Ein Leser schreibt: „eBay sollte alle Artikeleinstellungen kostenfrei machen. Das ist das, was Amazon auch tut und das ist der Grund, warum Amazon in den letzten 10 Jahren eBay den Rang abgelaufen hat“.

Aber es gibt auch die Debatte darüber, ob kostenfreie Artikeleinstellungen gut für den eBay-Marktplatz sind: „Es sind die kostenlosen Angebote, die eBay den Garaus machen“, so ein Leser. Die Verantwortlichen bei eBay verstünden das nicht, denn sie nutzten eBay nicht so, wie es die Käufern machten! Vor allem Käufer in der Sammlerkategorie müssten sich durch Tausende von Wiedereinstellungen durchkämpfen. Hier gebe es immer wieder die gleichen überteuerten oder uninteressanten Artikel. Für Hardcore-Sammler von einzigartigen oder seltenen Gegenstände sei das ein Alptraum. Ständig würden die gleichen unverkäuflichen Einzelteile in den Suchanfragen erscheinen, was für das Auktionsformat tödlich sei.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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