Lohnt sich ein eBay-Business überhaupt noch? Jane Bell sagt:Ja!

Lohnt sich ein eBay-Business überhaupt noch?

Auf eauctionanorak befasst sich die Autorin Jane Bell, selbst PowerSellerin auf eBay, mit dem Aufbau eines Business auf dem (britischen) Online-Marktplatz eBay. Sie schreibt: „Ich bin immer äußerst glücklich von positiven eBay- Geschäftsgeschichten zu hören, da die Medien häufig nur das Negative abdecken und das Gleichgewicht derart ins Wanken gerät, dass die Leute denken, dass auf eBay alles nur schlecht ist.“

Eine besondere Business-Geschichte ist die von Bamford Trading, die im Jahr 2005 auf eBay anfing. Mittlerweile findet man eine ziemlich eindrucksvolle positive Feedback-Quote von fast 264.000 Bewertungen bei 100% positivem Feedback!

Bell ist der Ansicht, dass in diesem schwierigen Wirtschaftsklima eBay der ideale Platz sei, um ein Business im Internet zu starten. Aber wie funktioniert es, auf diesem großen weltweiten Marktplatz ein erfolgreiches Geschäft aufzuziehen?

John & Gill Hewitt von Bamford Trading versuchen Interessenten ein paar Tipps zu geben:

Gill führt als erstes die Marktanalyse an. Das sei der Schlüssel, bevor man in einen Lagerbestand investiere. Entweder man schaut sich dafür die ersten Schlüsselwörter in jeder Kategorie auf eBay an oder nutzt eBay Pulse, ein sehr nützliches kostenfreies Tool, denn hierüber findet man zum Beispiel auch die meist beobachteten Artikel. Ein weiterer Weg ist, bereits beendete Einstellungen zu suchen, um sich ein Bild darüber zu machen, welche und wie viele Artikel zu welchen Preisen in dem entsprechenden Jahr verkauft worden sind. So bekommt man ein gewisses Gefühl für die besten Verkaufspreise. Wenn man tiefer in die Verkaufsdaten eintauchen möchte, sollte man Marktanalyse-Tools wie baywotch oder Terapeak nutzen.

In den Augen der Hewitts ist es fast unabdingbar, den Status des Verkäufers mit Topbewertung zu erlangen. Dieser Status zeigt den Käufern, dass man konsequent und ständig exzellenten Kundenservice bietet. eBay „belohnt“ diese Verkäufer dann auch mit einer besseren Platzierung in den Suchresultaten.

Wichtig ist auch die optimale Präsentation der angebotenen Waren. Produktfotos sollten klar und nicht überfrachtet sein und am besten vor einem neutralen Hintergrund aufgenommen sein.

Die Kommunikation mit dem Käufer wurde inzwischen ja von eBay durch automatisch erstellte Mails übernommen. Man sollte daher keine zusätzlichen Mails hinsichtlich der Bestellungen, Rechnungsbegleichung oder ähnlichem losschicken, um den Kunden nicht mit Mitteilungen zu überfrachten. Zusätzliche Mails nur dann, wenn sie unbedingt notwendig sind. Fragen von Kunden sollten unverzüglich und im richtigen Ton beantwortet werden, egal wie dumm die Fragen gestellt sind und gleich wie offensichtlich die Antwort eigentlich ausfallen wird. Werden immer wieder dieselben Fragen gestellt, sollte man den automatisierten eBay Frage- & Antwortkatalog nutzen. Betreffen die Fragen immer wieder das gleiche Produkt, kann man sich überlegen, ob man eine entsprechende Antwort der Artikelbeschreibung hinzufügt.

Es ist im Übrigen unbedingt erforderlich, die bestellte Ware am selben oder spätestens am nächsten Tag zu versenden. eBay belohnt hier den Händler bei kostenfreiem Versand und Auslieferung am folgenden Tag automatisch mit 5 Sternen bei den detaillierten Händlerbewertungen.

Nicht unbedeutend ist ebenfalls das Design der Shop-Seite. Die eBay-User sollen sich durch das Aussehen angesprochen fühlen und Dinge die sie suchen, schnellstmöglich finden können. So ist die Chance größer, dass sie den Shop nicht verlassen, um auf anderen Seiten weiter zu suchen.

Die Rücksende-Regelung ist ein ebenso wichtiger Punkt, mit dem man das Vertrauen der Käufer in den Shop stärken kann. Auch die Verpackung spielt eine bedeutsame Rolle. Denn im Unterbewusstsein des Kunden wird dadurch suggeriert, dass die Transaktion auf jeden Fall in Ordnung ist. Es hilft auch dabei, den Aha-Effekt aufrecht zu erhalten, was sich beim Feedback dann widerspiegelt.

Eines aber ist auch definitiv klar: eBay ist harte Arbeit und es gibt auch keine „eBay-Geheimnisse. Patentlösungen gibt es ebenfalls keine. Am besten ist, man versucht sich in den Käufer hineinzuversetzen, behandelt diesen dann entsprechend, hält sich an Regeln und ist bereit von anderen zu lernen.


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