USA nun mit zentraler Meldestelle für gestohlene Daten im Internet

Internet Fraud Alert, so heißt die Online-Seite in den USA, die eine zentrale Meldestelle für gestohlene Account- und Kreditkartendaten darstellt. Die Webseite stellt Schwarze Listen mit Informationen über gestohlene Nutzer-Accounts und Bankdaten zur Verfügung und Unternehmen wie eBay, PayPal, Microsoft sowie Banken, Behörden und Verbraucherschutzorganisationen unterstützen den Dienst. Auch Behörden wie die Federal Trade Commission, die Handelsaufsichtsbehörde der USA, oder die Anti-Phishing Working Group sind mit von der Partie.

Der Service listet gestohlene Daten wie zum Beispiel Online-Accounts, die Nutzer bei Web-Shops und Banken angelegt haben auf. Auch Kreditkarteninformationen, derer sich Internetkriminelle illegal bemächtigen, können der Einrichtung gemeldet werden.

Das Portal richtet sich jedoch in erster Linie an Sicherheits-Fachleute, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit auf gestohlene Informationen stoßen. Internet Fraud Alert gibt diese Daten anschließend an die betreffenden Unternehmen und Behörden weiter, damit diese die legitimen Nutzer informieren und Gegenmaßnahmen einleiten können.

Internet Fraud Alert soll als zentrales Alarmsystem dienen. Internet-Betrügereien sollen erschwert und der Erfolg von Phishing-Angriffen auf ein Minimum reduziert werden. Gegründet wurde die Initiative, da es sich bis dato als schwierig erwiesen hat, beim Auffinden gestohlener Daten die betroffenen Firmen, wie zum Beispiel einen Internet-Händler, zu informieren. Vielfach gelingt es erst nach intensiven Nachforschungen die entsprechenden Ansprechpartner ausfindig zu machen.

Phishing ist ein bevorzugtes Mittel, um an Bankdaten zu kommen. So verzeichnet die Anti-Phishing Working Group alleine im 2. Halbjahr 2009 zirka 127.000 Phishing-Angriffe weltweit, mit denen Cyberkriminelle Internet-User zur Herausgabe von persönlichen Daten und Account-Informationen anstiften wollten.

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