Shoppen im Internet aus verschiedenen Gründen beliebt

Kosmetikartikel, Bücher, Babybekleidung, egal was man sucht, im Internet gibt es nichts, was es nicht gibt. Immer mehr Bundesbürger ordern ihre Waren online und machen bisweilen sehr gute Schnäppchen. Shoppen bei Online-Händlern wie eBay oder Amazon gewinnt immer mehr Anhänger, so ein Bericht auf sueddeutsche.de.

Wenn Leute einkaufen, dann oft nicht aus Langeweile oder Leidenschaft. Manches braucht man eben für seinen Alltag. Und wenn dann die Haushaltskasse nicht so viel hergibt, dann muss es zudem noch preiswert sein. Wie eine Umfrage des Marktforschungsunternehmen TNS aufzeigt, kaufen 73% der Deutschen im Netz ein. In keiner anderen Nation sind Surfer so kaufbereit. Selbst Staaten wie Japan oder Süd-Korea, die für ihre intensive Internet-Nutzung bekannt sind, kommen da nicht hinterher. Karin von Abrams, Analystin beim Marktforschungshaus Emarketer stellt fest: „E-Commerce hat in Deutschland die kritische Masse erreicht.”

Am beliebtesten im Netz sind Bücher, danach folgen Eintrittskarten und CDs. 869 Euro gibt jeder Einkäufer durchschnittlich im Jahr für im Internet bestellte Artikel aus. Die Engländer sind mit ihren Ausgaben noch großzügiger, denn sie kaufen für 1.341 Euro im World Wide Web ein.
Aber nicht nur die Jagd nach günstigen Angeboten lockt die deutschen Verbraucher ins Internet, auch das Ausforschen nach den aktuellsten Trends lässt sie die verschiedenen Webseiten aufsuchen. Wie schon die Studie “Webshopping 2009” des Versandhaus Quelle gezeigt hat, ist auch die Bequemlichkeit der Konsumenten ein Grund für den Besuch im Netz: 93% der Befragten in der Studie nannten dies als Hauptgrund für den Online-Einkauf. An 2. Stelle mit 92,2% stehen die günstigen Öffnungszeiten, da man 24 Stunden am Tag einkaufen kann. Die große Auswahl folgte mit 89,9% auf Rang 3.

Gegner des Internet-Einkaufs sagen, dass der Verbraucher eine gewisse Verantwortung den stationären Läden gegenüber habe. Doch oft sind die Artikel hier teurer als im Netz und gerade in ländlichen Gegenden müssen die Menschen häufig weit fahren, um in den Fachmärkten einkaufen zu können. Ältere Menschen sind im Umgang mit dem Einkaufen im Netz noch etwas vorsichtiger. Ihnen fehlt in der virtuellen Einkaufswelt oftmals der Ansprechpartner. Von der Unternehmerseite aus betrachtet sind die Online-Shops oft günstiger, da die Ladenmiete wegfällt und unter Umständen auch weniger Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Beratung darf aber auch im Internet nicht fehlen, so ein Jungunternehmer, denn auch im Netz ist es wichtig, für seine Kunden da zu sein.
Ein anderes Phänomen beim Internet-Einkauf sind die privaten Online-Shopping-Clubs, deren Marktvolumen in Europa von Analysten für 2009 auf eine Milliarde Euro geschätzt wird. Clubs wie z.B. Vente-Privée, 4Clever oder Brands4friends richten sich ganz gezielt an die Schnäppchenjäger, die Markenware zu reduzierten Preisen erwerben möchten. Allerdings darf hier nur einkaufen, wer vorher von Bekannten dazu eingeladen worden ist. Die Hersteller haben durch die Clubs den Vorteil, dass sie sowohl den Vertriebskanal Internet, als den Offline-Vertriebsweg nutzen können. Bisher nämlich schauen sich Konsumenten die Waren noch immer sowohl im Netz als auch in stationären Geschäften an. Die Expertin von eMarketer Karin von Abrams weiß: „Unsere Untersuchungen zeigen, dass bei Händlern mit gut verbundenen Online- und Offline-Präsenzen die Kunden mehr eingekauft und ein Drittel mehr Zeit verbracht haben.”


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