PayPal will außerhalb des klassischen E-Commerce wachsen

Deutschland ist für PayPal der drittwichtigste Markt. Dennoch liegt die Zahl der Kunden, die den Dienst nicht nutzen, bei 40 Prozent. Dagegen will der US-Konzern etwas unternehmen und plant eine Expansion in Bereiche außerhalb des klassischen E-Commerce.

PayPal will außerhalb des klassischen E-Commerce tätig werden

PayPal will außerhalb des klassischen E-Commerce tätig werden – Basis: pixabay.com ©qimono (Creative Commons CC0)

Der Payment-Markt ist mittlerweile stark umkämpft. Immer mehr neue Anbieter wollen ebenfalls ein Stück vom Kuchen, so dass der Wettbewerb für den Platzhirsch PayPal härter wird. Deutschland gilt zwar als drittwichtigster Markt für den US-Konzern, doch liegt die Zahl der Kunden, die dessen Dienst nicht nutzen, bei 40 Prozent. Um diese Lücke zu schließen, will das Unternehmen deshalb auch außerhalb des klassischen E-Commerce tätig werden. Das sagte Deutschland-Chef Michael Luhnen im Interview mit Internetworld.de.

Strafzettel mit PayPal bezahlen

Ganz oben auf der Agenda soll E-Government stehen. Dabei handelt es sich um Bezahlmöglichkeiten, die sich auf Bußgelder oder Steuern beziehen. Laut Luhnen könnten deutsche Verbraucher schon jetzt in Kaiserslautern Strafzettel mit PayPal begleichen. In Niedersachsen sei es hingegen möglich, die Hundesteuer zu bezahlen. In Berlin arbeite das Unternehmen daran, im öffentlichen Personennahverkehr eine größere Rolle zu spielen. Zudem kooperiere der Konzern mit Shell, so dass Autofahrer ihre Tankrechnung mit PayPal bezahlen können. Neben den neuen Feldern habe weiterhin der Bereich Peer-to-Peer-Payment große Priorität: „Da waren wir sehr früh mit dabei, und auch darüber gewinnen wir sehr viele neue, vor allem auch junge Kunden, die dann später im E-Commerce mit PayPal einkaufen.“

Schwächen im Bereich Point of Sale

Große Konkurrenz hat der US-Konzern vor allem im Bereich Mobile-Commerce. In Deutschland bieten mittlerweile nicht nur die Sparkassen und Volksbanken eigene Lösungen an, sondern auch Google Pay und Apple Pay. Grund zur Sorge sieht Luhnen dennoch nicht: „Was das mobile Online-Shoppen angeht, da sind wir schon sehr weit und das läuft wunderbar mit den vorhandenen Lösungen“, so der PayPal-Manager. Schlechter aufgestellt sei man dagegen im Bereich Point of Sale. Hier sieht Luhnen einen Vorteil bei der Konkurrenz.



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