Shopware-Studie: Umsatz der Online-Händler bleibt in Deutschland stabil

Kurz vor Jahresende wollte der Shopware-Hersteller «Shopware» wissen, wie es um den deutschen Online-Handel steht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Umsatzentwicklung bleibt auf dem Niveau der letzten Jahre. Für eine Überraschung sorgt das Verhältnis der Anbieter zu großen Marktplätzen wie Amazon und eBay.

Der deutsche Online-Handel wächst. Von viel Bewegung ist die Rede, von neuen Konzepten und Kooperationen. Doch was passiert in der Branche wirklich? Wie viel setzen die Händler wirklich um? Wo verkaufen sie ihre Produkte? Mit diesen Fragen hat der Shopware-Hersteller «Shopware» insgesamt 976 Online-Anbieter konfrontiert. Der Schwerpunkt lag hier auf Themen wie Umsatz und Vertrieb auf Marktplätzen. Darüber hinaus wollte Shopware wissen, welche Herausforderungen die Händler im nächsten Jahr sehen.

Shopware-Studie: Umsatz der Online-Händler bleibt in Deutschland stabil

Shopware-Studie: Umsatz der Online-Händler bleibt in Deutschland stabil

Stabil bleibende Umsatzwerte

Die Umfrage hat gezeigt, dass der deutsche Handel beim Umsatz tatsächlich kontinuierlich bleibt. Der Erlös wächst noch immer auf einem hohen Niveau, auch wenn es im Vergleich zu den Vorjahren einen minimalen Rückgang gab. Dennoch konnten 65,5 Prozent der befragten Online-Händler 2017 ihr Ziel erreichen und sich übertreffen. Zehn Prozent gelang dies jedoch nicht. Einige wenige Anbieter (12 %) steigerten ihren Erlös sogar um 30 Prozent. Andere mussten einen Umsatzeinbruch hinnehmen. Betroffen waren davon rund zehn Prozent der Befragten. Zu den umsatzstärksten Branchen gehört mit 13,33 Nahrungs-, Genussmittel & Getränke, wie Shopware herausgefunden hat. Auf dem zweiten Platz landet Bekleidung & Accessoires (12,99 Prozent). Dabei ist jeder zweite Händler sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich aktiv. Ähnlich sieht das Verhältnis bei dem Verkauf von Waren aus der eigenen Herstellung aus. Was den durchschnittlichen Bestellwert betrifft, liegt dieser bei einem Viertel der befragten Anbieter zwischen 51 und 100 Euro.

Amazon und eBay gar nicht so relevant

Online-Marktplätze sind auch in Deutschland beliebte Vertriebskanäle. Zu den bedeutendsten gehören Amazon und eBay. Dennoch gaben 60 Prozent der Händler an, auf keiner solcher Plattformen Umsatz zu erzielen. Laut Studie gelingt dies nur 20 Prozent der Anbieter. Aber auch ihnen verhelfen Online-Marktplätze lediglich zu einem Fünftel ihres Erlöses. Mehr Erfolg haben nur zwei Prozent der Befragten. Ihr Umsatz auf derartigen Portalen liegt zwischen 80 und 100 Prozent. Fast die Hälfte der Online-Händler (40 Prozent) sieht in den Marktplätzen die dominantesten Akteure im E-Commerce, deren Geschäftspraktik die kleinen Anbieter vor große Herausforderungen stellt. Dass andere Online-Shops den größten Konkurrenzdruck ausüben, empfinden 47 Prozent. Die rechtliche Grundlage halten hingegen 56,66 Prozent für ein Problem.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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