Lebensmittelhandel im Internet: Amazon und Walmart liefern sich harten Konkurrenzkampf

Amazon Fresh wühlt den traditionellen Lebensmittelhandel auf und bringt dadurch etablierte Akteure wie Walmart unter Druck. Jetzt buhlt der Internet-Gigant mit einer Rabattaktion sogar um eine Zielgruppe, die seit Jeher zu den Kunden des US-amerikanischen Einzelhändlers zählt. Doch dieser schlägt zurück und entwickelt mit seiner Tochter-Firma Jet.com eine eigene Strategie.

Im Internet ist derzeit kein Bereich so im Aufbruch wie der Lebensmittelhandel. Beinahe wöchentlich entstehen neue Dienste, die um die Gunst der Kunden buhlen. Allerdings richten sich ihre Angebote an unterschiedliche Zielgruppen. Amazon will hingegen alle Verbraucherschichten erreichen, weshalb der Online-Riese jetzt eine Rabattaktion gestartet hat. Seine Prime-Mitglieder können ohnehin für 10,99 US-Dollar im Monate alle Vorteile nutzen, die das Programm bietet. Ihnen steht der Streaming-Dienst zur Verfügung, eine kostenlose Zustellung der Bestellungen sowie der Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh. Die Mitgliedschaft können sich jedoch nicht alle US-Bürger leisten. Deswegen wendet sich der Konzern nun an Kunden, die im Rahmen staatlicher Hilfsprogramme Lebensmittelmarken erhalten. Auch sie sollen von den Prime-Vorteilen profitieren dürfen, weshalb Amazon ihnen die Mitgliedschaft für nur 5,99 US-Dollar im Monat anbietet.

Lebensmittelhandel im Internet: Amazon und Walmart liefern sich harten Konkurrenzkampf

Lebensmittelhandel im Internet: Amazon und Walmart liefern sich harten Konkurrenzkampf

Jet.com soll mit digitalem Lebensmittelhandel Amazon Paroli bieten

Die Aktion ist eine Kampfansage an den Konkurrenten Walmart, der seit jeher Geringverdiener zu seinen Kunden zählt. Um dagegen zu halten, mobilisiert der Einzelhändler seine Tochter-Firma Jet.com. Diese hat nun ebenfalls begonnen, im Internet mit frischen Lebensmitteln zu handeln. Und das tut sie erfolgreich. Laut Branchenbeobachtern soll Jet.com schon jetzt fast 50 Prozent der US-Bevölkerung mit Produkten aus dem Internet versorgen. Allerdings verfolgt der Online-Händler eine andere Strategie als Amazon. Er bemüht sich nicht um Geringverdiener, sondern um Kunden mit einem dickeren Geldbeutel. Für Walmart stellt dieses Konzept einen Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte dar, weil es dem Einzelhändler bislang sehr schwer fiel, diese Zielgruppe zu erreichen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Alibaba, Etsy & Co., Amazon, E-Food & Supermarkt

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