Zalando stellt digitales Datenschutz-Tool vor

Zalando präsentiert beim Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken ein digitales Tool, mit dem Webseiten- und App-Betreiber – ob große Unternehmen, Start-Ups oder Blogger – künftig sehr einfach und auf einen Blick einen Datenschutz-One-Pager erstellen können. Dieser hilft den Betreibern, ihre eigenen Datenschutzerklärungen zusammenfassen und ihren Nutzern mehr Transparenz über ihre Datenverarbeitung geben zu können. Philipp Erler, verantwortlich für alle Software-Produkte bei Zalando, stellte das Tool heute Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, und seinem Staatssekretär Ulrich Kelber vor.

Zalando stellt digitales Datenschutz-Tool vor

Zalando stellt digitales Datenschutz-Tool vor

Das Tool wurde über die vergangenen sechs Monate von einem interdisziplinären Team aus dem Technologie- und Rechtsbereich bei Zalando konzipiert und entwickelt. Das Angebot orientiert sich an einer Mustervorlage für transparente Datenschutzhinweise, die beim IT-Gipfel 2015 unter Leitung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz vorgestellt wurde (One-Pager-Projekt). Das Tool wird in den nächsten Wochen gelauncht und steht dann kostenfrei jedem Webseiten-, App-Betreiber oder Blogger zur Verfügung.

Bundesminister Heiko Maas sagte in einer Meldung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz: „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auf einfache Weise schnell erkennen können, was mit ihren Daten passiert. Ich freue mich, dass ein weiteres namhaftes Unternehmen Ideen entwickelt hat, wie Verbraucher besser informiert werden können. Ich hoffe, dass der One-Pager in der Praxis eine breite Verwendung findet. Die Digitalisierung steht und fällt mit der Frage, ob es uns endlich gelingt, Transparenz und Vertrauen bei der Verarbeitung von Daten herzustellen. Datenschutzhinweise auf einen Blick, sogenannte One-Pager, sind hier der richtige Weg.“

Das Digitalgeschäft in Deutschland und Europa wächst und die Nutzerzahlen im E-Commerce steigen. Wie die Stiftung für Datenschutz feststellt, ist es eine wichtige Aufgabe aller Marktteilnehmer, für Transparenz zu sorgen und somit das Vertrauen von Kunden in digitale Angebote und im Umgang mit Daten zu stärken. So kann europäische Wettbewerbsfähigkeit gesichert und gleichzeitig ein Verständnis bei den Kunden aufgebaut werden, die sich zwischen immer mehr Angeboten und komplexeren Anforderungen zurechtfinden müssen. Zalando möchte mit dem Tool konkret dazu beitragen: Kurze Texte und passende Icons helfen Kunden, schneller zu erkennen, welche ihrer Daten gesammelt und verarbeitet werden. Unternehmen, vor allem aber kleinere Start-ups, werden mit einfachen Fragen durch das Tool geführt und erhalten am Ende einen Datenschutz-One-Pager, welchen sie neben der Datenschutzerklärung auf ihren Seiten einbauen können.

Philipp Erler, SVP Products bei Zalando: „Der Kunde steht für uns immer Mittelpunkt. Ihm wollen wir ein bestmögliches Einkaufserlebnis bieten und dazu gehört für uns auch eine transparente Datenverarbeitung. Die Diskussion rund um den Umgang mit Daten ist vor allem in Deutschland häufig mit Unsicherheiten verbunden, Kunden wissen wenig darüber, was mit ihren Daten passiert. Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Informationsverarbeitung sind elementar für die Akzeptanz digitaler Geschäftsmodelle. Wir gehen hier gemeinsam mit dem Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz einen Schritt in Richtung eines modernen Verbraucherschutzes.“

Zalando stellt digitales Datenschutz-Tool vor was last modified: by

Ähnliche Beiträge

Zalando bietet Same-Day-Delivery auch in Dresden und Leipzig an Wenn Verbraucher heutzutage online einkaufen, wollen sie die bestellten Produkte noch am gleichen Tag erhalten. Deswegen bieten zunehmend mehr Händler einen solchen Express-Service an. Der Modehändler Zalando experimentiert mit ihm sogar schon länger als ein Jahr und tastet sich allmählich von einer...
Kooperation zwischen PayPal und Apple – Geldtransfer mit der Stimme Payment-Anbieter arbeiten ständig an neuen Lösungen, um digitale Bezahl-Vorgänge zu vereinfachen. Kaufabwicklungen per Selfie und Nicken gibt es bereits. Jetzt macht PayPal Zahlungen möglich, bei denen sich die User lediglich ihrer Stimme bedienen müssen. Diese Funktion verdankt der Dienstleister se...
Der Kunde ist König: 10 Tipps für die Customer Obsession Der E-Commerce befindet sich im Wandel: immer mehr Touchpoints, neue Geschäftsmodelle und Verkaufskonzepte, wachsende Produktspektren, spannende Design-Ideen und Marketingansätze. Die treibende Kraft hinter diesen Entwicklungen sind die Kunden: Sie sind nicht nur mobil, digital und international, so...
Privacy Shield: Mehr Rechtssicherheit für den grenzüberschreitender Handel Die am 12. Juli erfolgte Zustimmung der EU-Kommission zu Privacy Shield ist eine wichtige Weichenstellung für mehr Rechtssicherheit bei transatlantischen Datentransfers. Durch die Nachfolgeregelung zu Safe Harbor wird der E-Commerce-Standort Europa gestärkt. Interaktive Händler sollten dennoch ihre ...
Zalando erweitert seine App „ZipCart“ Der mobile Handel wird im E-Commerce immer wichtiger. Auf diesen Trend reagiert auch der Modehändler Zalando, der jetzt seine App „ZipCart“ optimiert. Wer über sie im Online-Shop ein Produkt bestellt, erhält dieses noch am gleichen Tag. Bislang profitierten lediglich die Berliner Kunden von diesem S...
Hermes Gruppe wächst im Geschäftsjahr 2015 erneut zweistellig Die Hermes Gruppe hat ihren seit Jahren erfolgreichen Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2015 eindrucksvoll fortgesetzt. Der in Hamburg ansässige Handels- und Logistikdienstleister konnte seinen Umsatz um 11 Prozent auf 2.460 Mio. EUR (2014: 2.230 Mio. EUR) steigern. Maßgeblichen Anteil dar...

Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

Beitrag teilen:


Kategorien: Onlinehandel allgemein, Recht & Sicherheit

Schlagworte:, , ,