Advent, Advent, der Handel brennt? Der Handel lebt! Ein Kommentar von Birk Angermann, Head of Revenue EMEA bei Shopify

Advent, Advent, der Handel brennt: In den letzten Wochen ist viel und oft über die Situation und die Entwicklung des Handels geschrieben und berichtet worden. Die Erwartungen und Prognosen zu dem für den Handel seit jeher so wichtigen Weihnachtsgeschäft zeichnen dabei durchweg ein eher nüchternes, mitunter gar deprimierendes Bild.

Eine nun vom BEVH veröffentlichte Studie möchte diesen Eindruck verstärken: Der Online-Handel profitiere kaum vom Weihnachtsgeschäft, heißt es. Die Konsumlaune sei zwar im Weihnachtsgeschäft wieder gestiegen, aber In sämtlichen Warensegmenten würde vor Weihnachten weniger online bestellt als im Vorjahr. Selbst hohe Bestellzahlen bei rabattierten Produkten würden im Ergebnis nicht zu realem Wachstum führen. In sämtlichen Kanälen seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahr rückläufig, mal mehr, mal weniger. Kurzum: Offenbar gibt es wenig Grund für Zuversicht im Handel.

Advent, Advent, der Handel brennt? Der Handel lebt! Ein Kommentar von Birk Angermann, Head of Revenue EMEA bei Shopify
Advent, Advent, der Handel brennt? Der Handel lebt! Ein Kommentar von Birk Angermann, Head of Revenue EMEA bei Shopify ©onlinemarktplatz.de

Bei Shopify sehen wir das aufgrund der Entwicklung und der validen Ergebnisse unserer unabhängigen Händler:innen anders. Dass Inflation, steigende Kosten und die allgemeine Konsumzurückhaltung den Handel auch in diesem Jahr stark unter Druck gesetzt haben, steht dabei außer Frage. Doch nicht zuletzt die Ergebnisse, die unsere unabhängigen Shopify-Händler:innen am Black-Friday und Cyber-Monday (BFCM) weltweit und auch in Deutschland erzielt haben, lassen uns zuversichtlich auf das Weihnachtsgeschäft und die Entwicklung des Handels blicken. Von rückläufigen Umsätzen oder schwacher Kauflust war dort nämlich nichts zu sehen.

Im Gegenteil: Die Zahl der Konsument:innen, die am BFCM in Deutschland von Shopify-Händler:innen gekauft haben, ist gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent gestiegen. Das gilt auch für die POS-Verkäufe: So haben unsere Händler:innen in ihren Ladengeschäften am BFCM in diesem Jahr ein Umsatzplus von 34 Prozent gegenüber 2022 erzielt. Mit diesen Ergebnissen hat auch Deutschland auf Platz fünf der umsatzstärksten Länder einen großen Anteil am diesjährigen BFCM-Rekordergebnis unserer Händler:innen. 9,3 Milliarden US-Dollar wurden dort weltweit umgesetzt, eine Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig ist das Bruttohandelsvolumen der Shopify-Händler:innen weltweit um 60 Prozent gegenüber 2022 gestiegen. Wir freuen uns mit unseren Händler:innen über diese Ergebnisse und blicken deshalb nicht nur zuversichtlich auf das laufende Weihnachtsgeschäft, sondern auch auf die weitere Entwicklung des Handels im kommenden Jahr.

Für die Zukunft des Handels steht fest: Er wird sich grundlegend und tiefgreifend verändern – vor allem durch die rapide Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dies wird sich im kommenden Jahr weiter beschleunigen und durchsetzen. KI wird aus unserer Sicht auch für den Handel zu einer Basistechnologie. Gleichzeitig sehen wir trotz allgemeiner Konjunkturschwäche große Wachstumsbereiche im E-Commerce. Das gilt insbesondere für das B2B-Online-Geschäft, das seit Jahren kontinuierlich wächst, in Deutschland laut Erhebung von Statista auf ein geschätztes Volumen von rund 1,8 Billionen Euro in diesem Jahr. Dieser Trend wird auch im kommenden Jahr weiter anziehen und bietet vor allem großen Unternehmen und Marken im Enterprise-Sektor enormes und nachhaltiges Potenzial für Wachstum, und zwar sowohl im B2B- als auch im D2C-Geschäft.

Kurzum: Der Handel lebt – aus Sicht von Shopify und unserer unabhängigen Händler:innen ist er lebendiger denn je.

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