HelloFresh Gewinnwarnung: Herausforderungen in Nordamerika und reduzierte Wachstumserwartungen

Eine Ad-hoc-Mitteilung von HelloFresh SE vom 15. November 2023 informiert über eine Anpassung ihrer Umsatzwachstumsprognose und Senkung der Prognose bezüglich des bereinigten EBITDA (AEBITDA) für das Geschäftsjahr 2023. Die Anpassungen basieren auf aktuellen Entwicklungen im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2023, insbesondere in ihrem Segment Nordamerika.

HelloFresh Gewinnwarnung für 2023: Herausforderungen in Nordamerika und reduzierte Wachstumserwartungen
HelloFresh Gewinnwarnung für 2023: Herausforderungen in Nordamerika und reduzierte Wachstumserwartungen ©HelloFresh

Gründe für die Anpassungen sind ein geringeres Umsatzwachstum und höhere Aufwendungen als erwartet. Spezifische Ursachen hierfür sind:

  1. Neukundenakquisitionen der US-amerikanischen Mealkit-Marke HelloFresh blieben in Schlüsselwochen des vierten Quartals hinter den Erwartungen zurück.
  2. Produktionskapazitäten für Fertiggerichte wurden langsamer als geplant hochgefahren, was zu Verzögerungen führte. Dies lag unter anderem an vorübergehenden Engpässen bei der Wasserversorgung und Personalengpässen in der neuen Produktionsstätte für Fertiggerichte in Arizona sowie zusätzlichen Kapazitätsengpässen in der bestehenden Produktionsstätte in Illinois.

Diese Herausforderungen wurden weitgehend gelöst, führen jedoch zu einem niedrigeren Ergebnisbeitrag und Umsatzwachstum für das verbleibende vierte Quartal. Die Zahl der aktiven Kunden im Quartal wird ebenfalls etwas niedriger ausfallen als ursprünglich erwartet.

Die Gesellschaft sieht die Effekte überwiegend als vorübergehend an und erwartet keine materiellen Auswirkungen auf die Prognose für das Geschäftsjahr 2024. Der Geschäftsverlauf des Segments International entspricht den Planungen.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen hat der Vorstand der Gesellschaft die Prognose für das Konzernumsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2023 von bisher 2-8% auf 2-5% (währungsbereinigt) präzisiert. Zudem wurde die Prognose für das AEBITDA von bisher zwischen 470 und 540 Millionen Euro auf nunmehr zwischen 430 und 470 Millionen Euro gesenkt.

Frank