PayPal friert erneut Spendengelder ein

PayPal friert Spendengelder von Diaspora ein

Die eBay-Tochter PayPal hat das soziale Netz Diaspora gesperrt, das berichten die Betreiber von Diaspora in ihrem Blog. Willkürlich und ohne Angabe von Gründen habe man die Konten gesperrt.

Diaspora ist von 4 New Yorker Studenten, aus Besorgnis über ungenügenden Datenschutz entwickelt worden und startete im September 2010. Das Projekt finanziert sich über Spendengelder, die über PayPal oder Flattr bezahlt werden können. Vergangene Woche gab es einen erneuten Spendenaufruf, doch die über PayPal eingezahlten Gelder konnten nicht mehr abgehoben werden.

Nachdem die Betreiber von Diaspora sich kundig machten, erfuhren sie, dass PayPal weitere Dokumente von ihnen haben wolle und die eingezahlten Spendengelder, immerhin 45.000 Dollar, bis zu 180 Tage eingefroren seien. Weitere Spenden würden erst einmal nicht angenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Online-Bezahldienst eine Spende einer unabhängigen Initiative sperrt: Ende 2010 sperrte PayPal das Konto von WikiLeaks. WikiLeaks hat kurz zuvor US-Botachaftsdepeschen im Netz veröffentlicht.

Im Juli dieses Jahres forderte PayPal mehrere deutsche Unternehmen auf, kubanische Waren aus ihrem Sortiment zu nehmen, sonst würde PayPal alle Konten schließen. PayPal begründete das mit der Durchsetzung des seit 1962 bestehenden US-Embargos gegen Kuba. Einige Unternehmen beschlossen daraufhin, gerichtlich gegen die eBay-Tochter PayPal vorzugehen. Die Drogerie-Kette Rossmann entfernte PayPal aus seinem Webshop.

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