Rossmann will sich der PayPal-Forderung auch nicht beugen

zeichen_084.jpgPayPals Kuba-Embargo erhitzte bereits Ende Juli 2011 die Gemüter. So wurden mehrere deutsche Unternehmen von der eBay-Tochter PayPal aufgefordert, alle kubanischen Waren aus ihrem Sortiment zu nehmen. PayPal möchte damit das US-Embargo gegen Kuba aus dem Jahr 1962 durchsetzen.

Die Drogerie-Kette Rossmann hat nun aus seinem Online-Shop die Bezahlmethode PayPal entfernt, da Rossmann auch weiterhin kubanische Zigarillos anbieten möchte. Rossmann will der Forderung PayPals nicht nachgeben und schließt daher das Bezahlverfahren aus seinem Web-Shop aus.

Wie die Drogerie-Kette, wollten sich auch andere Internet-Shops der Vorgabe PayPals nicht beugen. PayPal sperrte deren Accounts, wie es beispielsweise auch bei Rum&Co der Fall war. Rum&Co, hatten bereits zu Beginn des PayPal Embargos den Online-Bezahldienst aus ihrem Bezahlangebot gestrichen.

Die deutschen betroffenen Händler können die Handlungsweise PayPals nur schwer nachvollziehen, da in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von PayPal Europe mit Sitz in Luxemburg darauf hingewiesen wird, dass für Geschäftsbeziehungen englisches Recht  gelte (Punkt 14.3 der AGB). In Europa jedoch besteht gegen Kuba kein Handelsembargo, sodass das Kuba-Embargo für die deutschen Online-Shops nicht von Bedeutung sein dürfte. Interessanterweise hat Edeka24 noch kubanischen Rum in seinem Sortiment und PayPal wird noch als Bezahloption zur Abrechnung anboten.

Rossmann will sich der PayPal-Forderung auch nicht beugen was last modified: by
Ellen (Redakteur)

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



Kategorien: Bezahldienste, eBay, Gesetz, Sicherheit, Onlinehandel allgemein

Schlagworte:, , ,