Kirche will Ticket-Versteigerungen zum Papstbesuch beenden lassen – doch eBay stoppt den Verkauf nicht

Etwa eine Woche nach Versand der Papst-Tickets für die Besucher der Messen in Erfurt, im Eichsfeld und dem Berliner Olympiastadion waren die Eintrittskarten im Internet zum Verkauf angeboten worden. Auf dem Online-Marktplatz eBay werden die Eintrittskarten immer noch angeboten. Die Deutsche Bischofskonferenz jedoch will die Internet-Auktionen mit den Papst-Besuchertickets stoppen lassen. Ein Brief mit entsprechender Bitte an eBay ist bereits verschickt worden. Matthias Kopp, Sprecher der Bischofskonferenz erklärte, dass die Kirche nicht glücklich darüber sei, dass die Eintrittskarten jetzt online versteigert würden, denn ursprünglich seien diese umsonst abgegeben worden.

eBay wird den Handel mit Karten für die Papstmessen in Deutschland allerdings nicht stoppen. Die Sprecherin von eBay Deutschland, Maike Fuest, sagte im MDR 1 Radio Thüringen, dazu habe es  Gespräche mit dem Bistum Erfurt gegeben. eBay verwies darauf, dass der Handel nicht ungesetzlich sei. Jedem sei zudem freigestellt, für die Karten Geld zu bezahlen, auch wenn sie normalerweise kostenfrei seien. Da die Karten nicht personengebunden sind, widersprechen die laufenden Internet-Auktionen formal nicht den Verkaufs-Richtlinien von eBay.


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