Wie sich CBD auf den Online Handel auswirkt

Seitdem Cannabis in einigen Staaten der USA und in Kanada legalisiert worden ist, hat auch in Deutschland ein regelrechter Cannabis-Boom eingesetzt. Während in beispielsweise in Kanada Cannabis vollkommen legalisiert worden ist, ist in Deutschland nur CBD-Cannabis erlaubt.

Seit 2017 dürfen in Deutschland CBD-haltige Produkte verkauft und konsumiert werden. Bei CBD handelt es sich um den Wirkstoff Cannabidiol – gewissermaßen den kleinen Bruder von THC. Im Gegensatz zum Wirkstoff THC ist CBD nicht psychoaktiv – daher bekommt man durch den Konsum von CBD-Produkten auch kein „High“, wie durch THC. Stattdessen wirkt CBD auf die Konsumenten entspannend und beruhigend.

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In der kurzen Zeit seit der Legalisierung von CBD in Deutschland hat sich vor allem online ein reger Markt entwickelt. Wer möchte kann CBD-Blüten, Öle oder Cannabissamen online kaufen.

Lifestyle CBD-Produkte fluten den Markt

Es gibt mittlerweile CBD in allen nur erdenklichen Formen am Markt zu kaufen. Egal ob als Samen, als Mehl, in Kosmetika oder in verarbeiteten Nahrungsergänzungsmitteln, überall ist CBD drin, wenn man nur möchte.

Das beliebteste Produkt mit CBD ist aber wahrscheinlich Hanföl mit dem entspannenden Wirkstoff. Dieses Öl wird mit dem Verfahren der Mazeration gewonnen. Dem Öl werden – ebenso wie CBD-Produkten – viele positive Wirkungen nachgesagt. Wissenschaftlich sind diese Wirkungen allerdings noch nicht eindeutig belegt. Der unklaren Studienlage stehen aber unzählige positive Erfahrungsberichte von überzeugten Kunden gegenüber.

Das CBD-Öl wird in verschiedenen anderen Produkten weiterverarbeitet, sodass das Öl auch in Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist. Auch in anderen kreativen Nischenprodukten findet sich CBD-Öl. Auch für Tiere werden CBD-Produkte angeboten. Beispielsweise schwören viele Hundebesitzer auf die wohltuenden Effekte von CBD für ihre geliebten Vierbeiner.

Noch ist CBD nicht als Lebensmittel zugelassen

Zwar ist in Deutschland CBD legal erwerb- und konsumierbar, aber es ist noch nicht als Lebensmittel zugelassen. Stattdessen stuft die EU die CBD-Waren als Novel Foods ein, denn sie sind bisher noch nicht in großem Umfang in das Alltagsleben der meisten Bürger getreten.

Trotzdem gibt es bereits unzählige Lebens- und Genussmittel, in denen CBD enthalten ist. Novel Foods dürfen, obwohl sie noch nicht als Lebensmittel offiziell zugelassen sind, wie Lebensmittel vertrieben werden. Daher gibt es auch bereits sehr viele Produkte wie Kekse, Bonbons, Mehl, Öl, Tees und andere fertige Nahrungsergänzungsmittel.

Bei CBD-Produkten immer auf die Qualität achten

Weil sich CBD als Nahrungsmittel am Markt noch nicht vollkommen durchgesetzt hat und noch nicht im Mainstream ankommen konnte, ist der Markt noch sehr unübersichtlich und ständig in Bewegung. Daher ist es sehr wichtig immer auf die Qualität der CBD-Produkte zu beachten. Denn leider gibt es noch viele unseriöse Händler am Markt, bei denen nicht immer die angegebene CBD-Konzentration der im Produkt entspricht.

Dabei darf man sich nicht allein an den Preisen orientieren. Denn gerade bei CBD-Ölen ist der Preis auch oft abhängig von dem verwendetem Pflanzenöl. Denn anders als die meisten Konsumenten annehmen, handelt es sich bei CBD-Öl nicht um Öl aus der Cannabis-Pflanze, sondern um ein Öl aus einer anderen Pflanze, der durch Mazeration CBD zugesetzt wurde. Je nach der Länge der Reifezeit des Öls unterscheidet sich der CBD-Gehalt im Öl.

Online Shops versprechen höchste Qualität

Auch wenn mittlerweile in den Innenstädten immer mehr CBD-Shops aus dem Boden schießen und mit einer bewussten Abkehr vom Reggea- und Kifferimage versuchen den Mainstream anzusprechen, haben Online Shops immer noch die Nase im Handel mit CBD-Produkten vorn.

Ein Nachteil von stationären CBD-Shops ist, dass sie in der Praxis große Probleme haben, eine vergleichsbare Angebotspalette wie die Online Shops anzubieten. Der E-Commerce kann eine deutlich größere Produktpalette seinen Kunden anbieten.

Außerdem fällt es vielen Online Händlern leichter ihre Kunden bei der großen Vielfalt der angebotenen Produkte die Kunden umfassend und zufriedenstellend zu informieren. Viele stationäre Händler stehen dagegen vor dem schwierigen Balance-Akt zwischen einem ausgewähltem Angebot, zu dem man die Kunden ausführlich beraten kann oder eine möglichst breite Produktpalette, die die Corporate Identity verwischt und keine intensive Beratung mehr erlaubt.

CBD bietet Online Shops viele neue Absatzmöglichkeiten

Mit großen Schritten bahnt sich CBD seinen Weg in den Mainstream. Immer mehr Menschen fragen CBD-Produkte nach. Denn CBD hat nicht nur großes Potential als Arzneimittel, sondern kann auch die Lebensqualität von vielen anderen, gesunden Menschen verbessern. Denn es wirkt beruhigend und entspannend – dabei ganz ohne Nebenwirkungen wie Alkohol oder Tabak.

Im E-Commerce öffnen sich damit ganz neue Absatzchancen über traditionelle Marktgrenzen hinweg. CBD kann als Grundstoff für Kosmetika dienen und gleichzeitig die Angebote von traditionellen Drogerien abrunden und gleichermaßen das Portfolio von Bio-Kosmetik-Anbietern ergänzen.

Gleichzeitig können Sportlernahrungsverkäufer CBD nutzen um Kunden ein neues, spannendes Produkt anzubieten, das bei der Regeneration nach dem Training durch die entspannende und entzündungshemmende Wirkung hilft.

Jede Branche hat das Potential von CBD erkannt und möchte es für sich nutzen, neue Kunden binden und bestehenden Kunden interessante neue Angebote machen.

CBD ist auch interessant für Online-Apotheken

Ein weiteres Geschäftsfeld, für das CBD interessant ist, sind Online-Apotheken. Neben den vielen unterschiedlichen Lifestyle Produkten mit CBD, deren Wirkung noch nicht wissenschaftlich belegt ist, gibt es bereits erste Arzneimittel, die auf die Wirkung von CBD setzen.

Ersten Studien und Therapieerfahrungen zufolge könnte CBD ein Wirkstoff sein, der aus der Medizin der Zukunft nicht mehr wegzudenken ist – so vielseitig könnte CBD einsetzbar sein. Der größte Vorteil von CBD ist, dass bisher noch keine schwerwiegenden Nebenwirkungen, auch bei hohen Dosierungen festgestellt werden konnten. Das macht es wahrscheinlich zu dem Wirkstoff, der die starken Opiate ersetzen könnte, mit denen Patienten mit starken chronischen Schmerzen behandelt werden. Dazu kommen noch weitere Wirkungen von CBD auf den Körper, denn CBD wirkt auch entzündungshemmend. Damit könnte es sogar das heute weit verbreitete Medikament Ibuprofen ablösen.

Auch gegen psychische Krankheiten könnte CBD helfen. Denn erste Studienergebnisse zeigen, dass CBD bei der Behandlung von Depressionen oder Angststörungen helfen könnte. Hier werden heute Antidepressive eingesetzt, die ähnlich wie Opiate schwerwiegende Nebenwirkungen haben könnten. Der Wirkstoff CBD könnte Patienten, die auf Antidepressive angewiesen sind, dabei helfen die Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Heißhungerattacken, Lethargie und vieles mehr endlich zu überwinden.

CBD ist ein vielseitiger Wirkstoff, der in vielen Bereichen in der Medizin, aber auch im Alltag eingesetzt werden könnte. Immer mehr Menschen interessieren sich für CBD und sorgen dafür, dass Cannabis gesellschaftlich zunehmend akzeptiert wird.

Frank
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