Reserve Bank of Australia hat entschieden: eBay-Händler tragen auch weiterhin PayPal-Gebühren

Die Reserve Bank of Australia (RBA) hatte Anfang Februar erklärt, dass sie die PayPal-Regelung, die es Händlern verbietet, Zusatzkosten für PayPal-Transaktionen auf den Verkaufspreis aufzuschlagen, untersagen möchte. Das würde bedeuten, dass Verkäufer einen Zuschlag für die Zahlung über Paypal erheben dürften, so wie es schon bei Zahlung per Kreditkarte üblich ist. Der Händler dürfte also nicht mehr gezwungen werden, die Kosten für den Paypal Service selbst zu tragen.

Die Reserve Bank of Australia hat sich aber letztendlich dazu entschlossen, PayPal keine Sanktionen oder Regeländerungen aufzuerlegen. Die Begründung der RBA: „PayPal ist ein relativ kleiner Player im Online-Markt.“ Sollte PayPal jedoch ein signifikantes Wachstum aufweisen, so wird die RBA neu über die PayPal-Regelung entscheiden. PayPal seinerseits hat der Bank gegenüber erklärt, dass sie die Standardgebühren für eBay-Händler in den nächsten 2 Jahren nicht erhöhen werden.

Die Reserve Bank wird in der nächsten Zeit damit beginnen, zusätzliche Daten und Informationen über PayPal und andere Online-Bezahlsysteme regelmäßig zusammentragen, um bei der Überwachung der Marktentwicklung mitzuhelfen zu können.

Was die PayPal-Pflicht für australische Händler anbelangt, so stellt die RBA fest, dass diese absolut unerwünscht ist, da sie den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Bezahlsystemen beschränkt. Da eBay jedoch kein Bezahlsystem ist und die Entscheidung damit außerhalb der der Kompetenzen der RBA liegt, bitten die Verantwortlichen eBay darum, ihre Regelungen auf diesem Gebiet noch einmal zu überdenken.

Die Kommission wird in jedem Fall eBay und PayPal in Australien mit Argusaugen dahingehend beobachten, dass jeder eBay-Nutzer frei entscheiden kann, welche Zahlungsform er anwenden möchte.

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