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Umfrage: eBay-Händler verzeichnen Verkaufsrückgänge nach Hackerangriff

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eCommerceBytes hat eine Umfrage zu den eBay-Verkäufen auf der Plattform durchgeführt. Die Umfrage fand statt, nachdem eine eBay-Händlerin in einer TV-Show beklagte, dass  ihre Verkäufe seien nach der Bekanntgabe des Hackerangriffs um 70% zurückgegangen. eCommerceBytes wollte von den Lesern wissen, wie zufrieden sie mit der Handlungsweise eBays nach dem Angriff waren und ob die Händler Einbußen verspürt haben.

Innerhalb eines Tages hätten, so Steiner, mehr als 2.000 eBay-Händler auf die Befragung geantwortet. 93,2% der Händler meinten: „Ja, unsere Verkaufszahlen wurden negativ beeinflusst“. Lediglich 3,4% bemerkten keinerlei Veränderung nach der Bekanntgabe des Hackerangriffs und wiederum 3,4% vermerkten einen positiven Einfluss.

93,2% der Händler meinten: „Ja, unsere Verkaufszahlen wurden negativ beeinflusst“

93,2% der Händler meinten: „Ja, unsere Verkaufszahlen wurden negativ beeinflusst“

eCommerceBytes wollte weiter wissen: „Wie sehen die durchschnittlichen Bestellungen einen Monat nach der Bekanntgabe des Datenlecks im Vergleich zu der Zeit davor aus (vorausgesetzt alle anderen Dinge sind gleich geblieben und saisonale Aspekte immer mit eingeschlossen)?

Resultat:

  • 91,3% verzeichnen reduzierte Bestellungen
  • 6,3% haben die gleiche Anzahl an Bestellungen
  • 2,4% stellen gestiegene Bestellungen fest
91,3% verzeichnen reduzierte Bestellungen

91,3% verzeichnen reduzierte Bestellungen

Eine Vielzahl der Umfrageteilnehmer bemängelte die Kommunikation eBays. Denn erst Wochen nach der Mitteilung über das Datenleck ging eBay an die Öffentlichkeit. Einige eBay-Händler hörten Gerüchte zu einem Hackerangriff zunächst aus den Medien, was für sie einen Vertrauensverlust darstellte – genau wie auch für die eBay-Kunden. Auch sagen viele, dass es nicht ausreiche, die eBay-Nutzer nur dazu aufzufordern ihre Passwörter zu ändern.

Ein Händler beklagt: „Es ging nicht darum, was eBay sagte, sondern wie. Sie bemerkten den Hackerangriff beiläufig, so als wollten sie uns mitteilen, dass sie Urlaub machten oder ihre Büros in einer anderen Farbe streichen wollen.“

96% der Teilnehmer an der Umfrage sind der Meinung, dass eBay nicht genug dafür getan habe/tut, um die Käufer wieder zu beruhigen. Nur 4% sehen das anders.

Möglichkeiten, Käufer zu beruhigen gebe es genug, so die Händler. Als Beispiele wurde angeführt:

  • eBay habe sich keine Mühe gemacht, durch umfangreiche Werbung oder ähnliches, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass man sich dem Problem angenommen habe und es wirklich sicher ist, auf eBay einzukaufen
  • Sie sind nicht an die Medien gegangen, obwohl sie eine positive Medienkampagne dringend brauchen, um potentiellen Kunden zu versichern, dass eBay sicher ist.
  • Wahrscheinlich kann man gar nichts tun. Es wird seine Zeit brauchen, bis alles wieder in Ordnung kommt.

Auf die Frage: „Fühlen sie sich als Verkäufer ausreichend entschädigt für die Folgen des Datenlecks, erklären 94% – nein überhaupt nicht.  Einige Leser äußerten, sie wussten noch nicht einmal, dass eBay überhaupt etwas getan habe. „Es gab keine Entschädigung von eBay“, war die Standardantwort.

Einige beklagen, Gutscheine für kostenfreie Artikeleinstellungen bei Auktionen erhalten zu haben, obwohl sie ihre Waren nur im Festpreis-Format anbieten.  Ein anderer Händler meint, dass es nicht sinnvoll sei spezielle Händler-Werbeaktionen durchzuführen, wenn keiner einkauft. Sinnvoll wären kostenlose Store-Registrierungen bis zum Ende des Jahres gewesen.

Ina Steiner selbst stellte fest, dass nach der Aufforderung eBays die Passwörter zu ändern, die Kaufaktivitäten unterbrochen wurden.

Natürlich gebe es unter den Umfrageteilnehmer auch solche, die von verschiedenen Aktionen nichts bekommen hätten. Doch eBay hätte nach Bekanntwerden des Datenlecks einen besseren Job hinsichtlich der Kommunikation mit seinen Nutzern verrichten können.

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