Alibabas aktuelle Quartalszahlen sorgen bei Aktionären wieder für Begeisterung

Zwischen April und Juni steigerte Alibaba seinen Umsatz so stark wie schon lange nicht mehr. Das geht aus den aktuellen Quartalszahlen hervor, die genauso spektakulär sind wie der Börsengang vor zwei Jahren. Einen Großteil des Wachstums verdankt der Online-Riese dem Mobile-Commerce. Außerdem verfügt das chinesische Unternehmen mittlerweile über so viele aktive Kunden, dass es als weltweit größter Betreiber einer E-Commerce-Plattform gilt.

Der chinesische Konzern Alibaba legt die aktuellen Quartalszahlen vor, mit denen er es endlich wieder schafft, die Stimmung seiner Aktionäre zu heben. Das gelang dem Online-Giganten schon lange nicht mehr; um genau zu sein, vor zwei Jahren, als das Unternehmen spektakulär an die Börse ging. Danach fiel die Alibaba-Aktie kontinuierlich. Eine Erholung zeichnete sich erst zwischen Oktober letzten Jahres und Februar 2016 ab, als sie von 57 auf 60 Dollar leicht anstieg. Dass das Papier nun 97 Dollar wert ist, überrascht selbst die Optimisten. An der Wall Street drückte sich dieser Erfolg in einem Wachstum um fünf Punkte aus, die der Aktie den höchsten Stand seit 18 Monaten bescherten. Mit dieser Entwicklung hatten Experten genauso wenig gerechnet wie mit dem Umsatzplus von 59 Prozent, das Alibaba in dem Geschäftszeitraum zwischen April und Juni verzeichnete.

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Den Großteil des Umsatzes verdankt das Unternehmen dem Mobile-Commerce

Nach diesem Handelserfolg im letzten Quartal liegt der Gesamterlös des Online-Riesen bei 4,8 Milliarden US-Dollar. Für das Unternehmen ist diese Wirtschaftsleistung schon deswegen hocherfreulich, weil sich auch der Gewinn auf knapp 1,5 Milliarden Dollar verdoppelt hat. Nicht weniger imposant wirken Alibabas Transaktionszahlen, die sich bereits jetzt zu Dreivierteln dem mobilen Commerce verdanken. Damit generiert der Konzern aus Hangzhou den größten Teil seiner Einnahmen über Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Darüber hinaus verzeichnet er mittlerweile über 434 Millionen aktive Kunden, die Alibaba zum größten Betreiber einer E-Commerce-Plattform weltweit machen.

Alibabas Vize-Chef tritt selbstbewusst auf und teilt gegen Donald Trump aus

Dementsprechend selbstbewusst trat Alibabas Vize-Chef Joseph Tsai nach den Erfolgsmeldungen im US-amerikanischen Fernsehen auf, wo er entschieden feststellte, dass seinem Unternehmen eine Schlüsselrolle im Handel mit China zukomme: „Als amerikanisches Unternehmen, das Geschäfte in China machen will, führt der Weg über Alibaba“. Dieses Statement richtete sich vor allem an den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der sich kürzlich negativ über die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China äußerte und das Land der Mitte als einen unvorteilhaften Partner bezeichnete. „Ich habe viel Respekt für Donald Trump, aber ich habe das Gefühl, dass China gerade zu Unrecht an den Pranger gestellt wird“, kommentierte Tsai den verbalen Angriff des Republikaners.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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