So schenken die Deutschen: Die Shopping Queen 2015 ist … der Mann!

Die Bremer geben zur Weihnachtszeit das meiste Geld aus. Und die größten Shoppingmetropolen sind nicht etwa München, Düsseldorf oder Hamburg – aus der saarländischen Kreisstadt Neunkirchen kommen die Weihnachtseinkäufer der Nation. Während Frauen aus Rheinland-Pfalz besonders gerne Pantoffeln zu Weihnachten verschenken, geben die vermeintlichen Teetrinker aus Norddeutschland ihr Weihnachtsgeld ausgerechnet für Kaffeemaschinen aus.

 

So schenken die Deutschen: Die Shopping Queen 2015 ist ... der Mann!

Mit über 2,1 Millionen Artikelpositionen, sechs Millionen Online-Kunden und durchschnittlich einer Million Visits pro Tag ist otto.de der größte deutsche Onlineshop für Fashion und Lifestyle (B2C). Zur Weihnachtszeit erreichen die Visits ihren Höchstwert, bis zu zwei Bestellungen pro Sekunde gehen dann ein. Die Bestellungen lassen erahnen, wie Deutschland schenkt: Welche Geschenke machen die Einwohner verschiedener Bundesländer? Wie viel Geld geben Männer und Frauen beim Online-Shopping auf otto.de in der Weihnachtszeit aus? OTTO hat die vergangenen drei Weihnachtssaisons ausgewertet und folgende spannende Fakten entdeckt:

So schenken die Deutschen: Die Shopping Queen 2015 ist ... der Mann!

Das kleinste Bundesland ist am spendabelsten. Insgesamt geben die Bremer im Schnitt 377 Euro aus, um Freunde, Familie oder sich selbst zu beschenken. Damit investieren sie rund 39 Euro mehr als der deutsche Durchschnittskunde. Die Bremer Männer sind dabei besonders spendabel: Ihr Durchschnittswarenkorb beim Onlineeinkauf beträgt 429 Euro.

München? Düsseldorf? Hamburg? Neunkirchen! Betrachtet man jeweils die drei bevölkerungsstärksten Städte aus jedem Bundesland, sticht die Stadt Neunkirchen aus dem Saarland hervor. Insgesamt beträgt der Durchschnittswarenkorb hier 426 Euro. Besonders die Männer aus der saarländischen Stadt greifen zur Weihnachtszeit tiefer in die Tasche: Sie haben im Durchschnitt einen rekordverdächtigten Warenkorb von 643 Euro. Kurios: Mit Homburg landet eine weitere saarländische Stadt in den Top 3 der größten Weihnachtswarenkörbe.

Die Hauptstädte der Shopping Queens. Unter den drei bevölkerungsstärksten Städten aus jedem Bundesland gibt es nur acht Städte, in denen Frauen einen größeren Durchschnittswarenkorb haben als Männer: Chemnitz, Dresden, Gera, Homburg (Saarland), Jena, Kiel, Lübeck und Stuttgart.

So schenken die Deutschen: Die Shopping Queen 2015 ist ... der Mann!Ein Blick in die Warenkörbe der Deutschen verrät, was in den einzelnen Bundesländern besonders gern unter dem Weihnachtsbaum landet:

Die Rheinland-Pfälzer kommen in die Puschen. In Rheinland-Pfalz achten die Frauen darauf, dass Männer vernünftiges Schuhwerk zu Weihnachten geschenkt bekommen. Zumindest geben sie beim Kauf von Herren-Hausschuhen zehn Euro mehr aus (46 Euro), als z.B. die Bremer Frauen (35 Euro). Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 42 Euro.

Glattgebügelt unterm Weihnachtsbaum. Entweder legen die Männer im Saarland viel Wert auf selbstgebügelte Hemden für die Feiertage, oder sie machen ihren Frauen zu Weihnachten Bügeleisen als Geschenk. Durchschnittlich geben die Deutschen, wenn sie Bügeleisen zur Weihnachtszeit kaufen, 104 Euro aus. Mit 142 Euro stoßen die männlichen Besteller aus dem Saarland hier auf einen deutlichen ersten Platz vor.

Bremen macht sich hübsch. Während diejenigen, die Damenkosmetik zur Weihnachtszeit shoppen, in Deutschland durchschnittlich 54 Euro ausgeben, sind die Bremer Männer mit 69 Euro in der Produktkategorie Damenkosmetik besonders großzügig unterwegs.

Ein Weihnachtsfest, das sich gewaschen hat. Weiße Weihnachten sind in Mecklenburg-Vorpommern vorprogrammiert. Zumindest im Kleiderschrank. Während nämlich die Deutschen, die zu Weihnachten eine Waschmaschine kaufen, im Schnitt 455 Euro zahlen, geben die Kunden in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 480 Euro für ein Weihnachtsgeschenk mit Schleudergang aus.

Von wegen Teetrinker. Im Durchschnitt geben die Deutschen, die zur Weihnachtszeit einen Kaffeevollautomaten bestellen, dafür 589 Euro aus. Ausgerechnet die Norddeutschen, die vermeintlichen Teetrinker der Nation, entpuppen sich jetzt als diejenigen, die für einen guten Kaffee auch mehr ausgeben. Kunden aus Schleswig-Holstein (632 Euro), Bremen (623 Euro), Niedersachsen (620 Euro) und Hamburg (618 Euro) geben allesamt mehr beim Kauf eines Kaffeevollautomaten aus.

In Hessen kommt der Weihnachtsmann mit dem Fahrrad. Durchschnittlich geben die Deutschen, die zur Weihnachtszeit Fahrräder verschenken, 377 Euro aus. Die Hessen greifen für das fahrbare Weihnachtsgeschenk auch gerne tiefer in die Tasche und zahlen durchschnittlich sogar 410 Euro. Besonders die männlichen Hessen geben gerne etwas mehr für das Rad aus, nämlich im Schnitt 535 Euro. Bei den Frauen sind es die Fahrradfahrerinnen aus Baden-Württemberg, die zur Weihnachtszeit am meisten Geld investieren (386 Euro).

Vorsicht bei der Abfahrt. Ein klassisches und fast vergessenes Weihnachtsgeschenk ist die Modelleisenbahn. Die Bayern wissen diese schöne Tradition noch besonders zu schätzen und stellen an Heiligabend die Weichen: Im Schnitt geben Kunden, die eine Modelleisenbahn und entsprechendes Zubehör bestellen, 160 Euro aus. Die Bayern sind die größten Zugführer im Miniaturformat und kommen auf 230 Euro.

Mehr Platz für die Weihnachtsgans. Ein großzügiges Weihnachtsessen und viele Gäste: Das könnten zwei Gründe dafür sein, dass die Baden-Württemberger zur Weihnachtszeit durchschnittlich im bundesweiten Vergleich am meisten Geld beim Kauf von Kühlschränken ausgeben. Die Deutschen, die zur Weihnachtszeit einen Kühlschrank bestellen, zahlen dafür im Schnitt 349 Euro. Baden-Württemberg kommt auf 386 Euro.

Smartphones und Tablets boomen in der Hauptstadt. Gut möglich, dass der Weihnachtsmann aus Berlin zunehmend digitale Wunschzettel bekommt: Schließlich geben die Kunden aus der Hauptstadt zur Weihnachtszeit überdurchschnittlich viel beim Kauf von Smartphones (445 Euro) und Tablets (416 Euro) aus. Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 400 Euro für Smartphones und 380 Euro für Tablets. Übrigens: Rund die Hälfte der Visits auf otto.de kommt inzwischen über mobile Endgeräte – nicht nur im Weihnachtsgeschäft.

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Frank Weyermann
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