Kauf von Sport- und Outdoor-Artikeln im Internet: Kunden achten hier besonders auf den Preis

Beim Kauf von Sport- und Outdoor-Artikeln achten Käufer im Internet vor allem auf den Preis. Am besten schneiden dabei Zalando und Jack Wolfskin, am schlechtesten The North Face ab.

Kauf von Sport- und Outdoor-Artikeln im Internet: Kunden achten hier besonders auf den Preis

Etwa 26% aller Käufer im Internet kauften 2014 Sport- und Outdoor-Artikel und dabei insgesamt 203 Euro ausgegeben. Zum Vergleich: Bei allen anderen Produkten liegt der Durchschnittswert pro Kopf bei 360 Euro. Das zeigt die Studie „Black Box Online Shopping“ des Beratungsinstituts Konzept & Markt, die unter 1.000 Online-Käufern von Sportbedarf und Outdoor-Artikeln durchgeführt worden ist.
Ottmar Franzen, Geschäftsführer von Konzept & Markt
„Ein Grund dafür ist, dass Internetkäufer im Bereich Sport- und Outdoorartikel stärker auf den Preis achten als bei anderen Produkten.“

Das sind die Ergebnisse der Umfrage:

  • 58% ist ein günstiger Preis das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des Web-Shops,
  • 52% wollen schon beim ersten Blick auf der Startseite über Rabattinformationen informiert werden,
  • 42% möchten hervorgehobene Informationen über die Versandkosten und
  • 41% wollen direkte Ersichtlichkeit der Zahlungsmöglichkeiten.

Dabei setzen der Studie nach die Webshops von Zalando, Decathlon, Amazon, eBay und Tchibo die Rabattaktionen gut um, schlecht schneidet The North Face ab. Besonders günstige Preise bieten Decathlon, Tchibo, Amazon und eBay. Auch hier bildet The North Face das Schlusslicht.

Am häufigsten haben Sportartikelkunden in den letzten 12 Monaten mit 60% bei Amazon und mit 36% bei eBay eingekauft. Mit 3% teilt sich The North Face den letzten Platz mit Schöffel, der bei den Rabatten und günstigen Preisen ebenfalls am schlechtesten bewertet wurde.

Generell überzeugt Kunden bei Amazon ein umfangreiches Warenangebot, die große Auswahl an Markenprodukten und eine gut gestaltete Webseite mit schnell auffindbarem Suchfeld und Warenkorb. Bei dem meistgenutzten Spezialshop Sportscheck schätzen die Befragten der Erhebung zufolge die große Auswahl an Markenprodukten und das Angebot an Produktneuheiten sowie den leicht zu findenden Warenkorb.

Die Produktsuche starten User zu

  • 64% bei Google,
  • 57% bei Amazon und
  • 39% bei eBay.
  • 10% suchen sehr oft direkt über die Internetseiten der Spezialanbieter wie Sportscheck, Intersport oder Jack Wolfskin nach ihrem gewünschten Artikel. 25% nutzen diese Variante oft.

Der durchschnittliche Sportartikel-Online-Käufer hat im Schnitt weniger als zwei Shops, bei denen er regelmäßig einkauft. Click and Collect kennen nur 19% der Online-Shopper von Sport- und Outdoor-Artikel, 44% kennen den Begriff, wenn er zuvor erklärt wurde.

Spezialanbieter und Hersteller sollten alles daran setzen, die Kunden direkt auf ihre Internetseite zu locken, um sie dauerhaft für sich zu gewinnen, so Franzen. Bei Sport- und Outdoor-Artikeln spiele besonders die Eignung für die jeweiligen Aktivitäten unter bestimmten Voraussetzungen, etwa Wettereinflüssen, eine Rolle. Web-Shops sollten daher multimediale Präsentationsformen des Artikels anbieten sowie Möglichkeiten der direkten Beratung integrieren wie Video- oder Chat-Funktionen.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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