Erschreckendes Ergebnis eines FAZ-Tests: Mit PayPal kommen Spam-Mails

Michael Spehr, Redakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung, wollte die Frage zu beantworten ob die Daten die zur Anmeldung bei PayPal genutzt werden, nur bei PayPal bleiben, oder zu Werbezwecken weitergereicht werden.

Erschreckendes Ergebnis eines FAZ-Tests: Mit PayPal kommen Spam-Mails

Dazu wurde eine individuelle E-Mail Adresse neu angelegt, die ausschließlich genutzt wurde, um sich damit bei PayPal anzumelden. Durch diese einmalig angelegte, komplette neue Adresse war klar, dass die E-Mails die gegebenenfalls dort hin gelangen, nur über die Weitergabe der Adresse durch PayPal gekommen sein können.

Es kam leider wie durch den Redakteur vermutet

Nachdem der Account angelegt war und er einige Male mit dem neuen PayPal Account bezahlt hatte, kamen die unerwünschten Werbemails, die nichts mit den Einkäufen zu tun hatten. Der dazu sogleich befragte Kundendienst „antwortete“ lediglich mit automatisch generierten Textbausteinen, die die Frage nach der Weitergabe der persönlichen Daten natürlich nicht beantworteten.

Leider haben wir bereits sehr, sehr häufig feststellen müssen, dass der Standardnutzer Carlo Normalo im eBay-Konzern mit den dazugehörigen Tochtergesellschaften keine validen Antworten bekommt.

Michael Spehr von der FAZ erhielt dann letztendlich auf Nachfrage bei der Pressestelle von Paypal eine kurze Antwort, die allerdings wiederum nicht direkt von PayPal/eBay kam, sondern von einer PR-Agentur. In der Antwort wurde gesagt, dass PayPal die persönliche Daten der Kunden nur an Händler zu Zwecken der Abwicklung weitergeben würde, es sei allerdings auch möglich, dass die Händler die Daten mit anderen Drittanbietern teilen können… .

Leider läßt sich durch diesen Test nur feststellen, was mit der E-Mail Adresse geschieht, sie wird weitergegeben. Was ist denn mit den anderen notwendigen Angeben bei PayPal, den Bank- und Kreditkartendaten, der Post-Adresse, den Bewegungsdaten?

Ein wirklich erschreckendes Ergebnis, das geht gar nicht!

Bereits der renommierte Heise-Verlag hatte sich mehrfach die Zähne an PayPal ausgebissen, es scheint kein Kraut gegen das Geschäftsgebaren von PayPal gewachsen, letztendlich gibt Heise im Beitrag mit dem Titel „Mahnbescheid, Strafanzeige, Meldung bei der Bankenaufsicht – Keine Chance gegen die Ebay-Bank PayPal?“ folgende Tipps für Händler:

  • Machen Sie sich nicht von PayPal abhängig. Bieten Sie Ihren Kunden auch andere Bezahlsysteme an.
  • Wenn Sie ein PayPal-Konto nutzen (müssen), verwenden Sie unbedingt die bei PayPal erhältlichen Sicherheitsfeatures.
  • Lassen Sie so wenig Geld wie möglich auf ihrem PayPal-Konto. „Wirklich Ihr Geld“ ist es erst, wenn die Barschaft auf einem Konto bei einer richtigen Bank liegt.
  • Kommt es zu unberechtigten Kontoeinschränkungen, beschweren Sie sich direkt bei der Eskalationsabteilung crc@paypal.com. Hilft die innerhalb von vier Wochen nicht, wenden Sie sich direkt an die CSSF (Commission de Surveillance de secteur Financier, Siège: 110, route d´Arlon, L-2991 Luxembourg, direction@cssf.lu). Beschwerden können dort auch in deutscher Sprache eingereicht werden.

 

 


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