Logistik-Unternehmen profitieren vom Online-Einkaufsboom

Logistik-Unternehmen profitieren vom Online-Einkaufsboom
Logistik-Unternehmen profitieren vom Online-Einkaufsboom

Bundesbürger kaufen gerne und immer häufiger im Internet ein. Waren im Wert von 33,5 Milliarden Euro dürften 2013 in den Online-Warenkörben landen, so der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH).

Da der Internet-Handel seit Jahren fortgesetzt Rekordzahlen vermeldet, profitiert auch das Logistikgeschäft von den zahllosen Bestellungen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Hamburger Unternehmensberatung MRU hervor. 18 Milliarden Euro Umsatz haben Kurier-, Express- und Paketdienste 2012 generiert. „Wir gehen davon aus, dass das Wachstum weitergeht“, sagt Wolf Symanczyk von MRU. 30 000 Privathaushalte hat das Hamburger Unternehmen MRU für die Studie zum Paketmarkt befragt.

2,6 Milliarden Sendungen haben die Logistik-Unternehmen im Jahr 2012 quer durch Deutschland befördert. Verglichen mit dem Jahr 1995 ist die Zahl der Lieferungen damit um 77% angestiegen.

Immer noch auf Rang 1 des Paketmarktes liegt die Deutsche Post. Das Paketgeschäft ist für den Konzern eine bedeutsame Stütze, da das Speditionsgeschäft die Euro-Krise mit deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgängen zu spüren bekommt. Der Paketsektor wuchs hingegen zwischen April und Juni 2013 um 9%.

Aber nicht nur die Deutsche Post, sondern auch die Mitbewerber verdienen gut am Internet-Einkaufsboom, der den Paketmarkt verändert hat. Wachstumsmotor sind inzwischen die Konsumenten, die immer öfter Kleider, Schuhe und Bücher im World Wide Web ordern. 50% aller Sendungen, die zugestellt werden, gingen im letzten Jahr an Privatkunden. Erstmalig kamen 2012 über eine Milliarde Pakete in deutschen Haushalten an.

Die Hitliste der begehrtesten Internet-Artikel:

  • 18% Bekleidung
  • 11% Unterhaltungselektronik und
  • 10% Bücher

Allerdings werden auch sehr viele Waren von den Deutschen wieder  zurückgesandt, auch das belegt die MRU-Studie: 150 Millionen Pakete gaben die Käufer 2012 wieder zurück. Das ist mehr als die Anzahl an Päckchen, die Verbraucher privat, wie zum Beispiel Geburtstagsgeschenke, verschicken.