Auch bei Amazons Buchpreis-Politik bestimmt die Nachfrage den Preis

Wie die New York Times berichtet, scheint Amazon momentan die Verkaufspreise für viele Bücher anzuheben. Normalerweise gilt bei Amazon: Je größer der Konkurrenzkampf für ein Buch ist, desto höher ist der Rabatt, den Amazon bereit ist zu gewähren. Handelt es sich aber um einen Titel, der selten verkauft wird, gewährt Amazon kaum einen Preisabschlag. In manchen Fällen ist der Verkaufspreis sogar niedriger, wenn man das Buch beim Herausgeber direkt ersteht.

Es entsteht oft der Eindruck, dass Amazon der Ort ist, wo man die günstigsten Bücher kaufen kann. Es ist unstrittig, dass Amazon aufgrund seiner Größe einen großen Wettbewerbsvorteil hat und generell niemand anderes mit dem Internetriesen konkurrieren kann. Doch das ist nicht immer der Fall. Wird ein Verkaufsschlager angeboten, ist es wahrscheinlich, dass Amazon die Bücher am günstigsten anbietet. Ist ein Buch jedoch kein Verkaufshit, bietet Amazon weniger Rabatt.

Die Herausgeber sind natürlich über Amazons Preispolitik weniger erfreut. Doch Amazon macht es nicht anders als andere Retailer: Die Nachfrage bestimmt den Preis. Zudem ziehen die Lockangebote die Käufer an und die Gewinne kommen dann von anderen Produkten, die die Verbraucher einkaufen, wenn sie einmal auf der Plattform sind.


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