Google und Facebook wetteifern um Karten- und Navigationsdienst Waze

Laut Bloomberg steht eine Übernahme des Karten- und Navigationsdienstes Waze aus Israel bevor. Bisher war von einer Übernahme durch Facebook die Rede, seit heute ist auch Google als Käufer im Gespräch. Das Übernahmevolumen soll mehr als 1 Milliarde Dollar betragen! Apple-Chef Tim Cook hatte Waze vergangenes Jahr als Alternative für den eigenen Kartendienst empfohlen, der mit massiven Problemen gestartet war. Apple soll aber nicht unter den Interessenten sein.

Waze ist ein GPS-gestütztes Navigationsprogramm und Verkehrsinformationssystem für Smartphones und ist für iOS, Android, Windows Mobile, Symbian und BlackBerry erhältlich.

Google und Facebook wetteifern um Karten- und Navigationsdienst Waze

Die Besonderheit des Systems ist, daß die Daten ausschließlich durch die Anwender und deren Nutzung des Systems generiert werden und die Software mit der Nutzung der Datenbank kostenlos ist. Zusätzlich zu den Navigationsfunktionen werden durch die Anwender, neben der Aufzeichnung und Bearbeitung von Straßenverlauf, Hausnummern und Orten, auch Daten zum Verkehrsaufkommen und Gefahrenstellen geliefert.

Das bedeutet, daß das System nur so gut ist, wie die Anzahl der meldenden Nutzer. Die scheint in vielen Ländern hoch zu sein, in Deutschland besteht noch Nachholbedarf. Nach eigenen Angaben hat Waze 40 bis 50 Millionen Nutzer.

Waze hat sich selbst für einen Verkauf ins Gespräch gebracht und auch die Summe von mehr als einer Milliarde Dollar in den Raum gestellt, hält sich aber weiterhin ausdrücklich offen, nicht zu verkaufen. Durch die Übernahmemeldungen wird die Anzahl der Nutzer wohl deutlich zunehmen. Schaut man sich das Prinzip des Dienstes an, könnten böse Zungen auch eine PR-Aktion vermuten, um den Bekanntheitsgrad und damit auch die Anzahl der Nutzer zu steigern… .

Facebook könnte durch den kauf seine Mitglieder auch noch im Auto erreichen und damit die Nutzer-Basis nochmals erweitern. Zudem wäre es durch die Lieferung der GPS-Daten möglich, ortsbezogene Werbung auszuliefern. Google Maps könnte um Social-Media-Features erweitert werden.

 

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Frank Weyermann
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Kategorien: Mobile Commerce

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