Geplante Änderungen bei Adidas: Bundeskartellamt hat Sportartikelhersteller im Visier

Das Bundeskartellamt interessiert sich für führende Sportartikelhersteller, wie die Behörde der „Financial Times Deutschland“ bestätigte. Aktuell läuft ein Verfahren gegen Asics, einen bekannten japanischen Hersteller von Laufschuhen.

Auch gegen den deutschen Sportartikelhersteller Adidas liegen Beschwerden vor, denn dieser will spätestens ab 2013 ein Verkaufsverbot einführen, für Artikel die über den Online-Marktplatz eBay oder Amazon angeboten werden.

„Uns liegen verschiedene Beschwerden vor – auch bezüglich der geplanten Änderungen bei Adidas“, erklärte ein Sprecher des Kartellamtes der FTD. Adidas hatte kürzlich bestätigt, in Zukunft keine Händler mehr zu beliefern, die ihre Ware auf eBay oder Amazon veräußern. Der Laufschuhanbieter Asics möchte ähnliches erzwingen.

Ebenso will Nike neue Lieferregelungen für Händler einführen, die über solche Seiten im Internet weiterverkaufen. So sei beispielsweise Amazon kein von Nike anerkannter Händler, äußerte sich ein Sprecher von Nike gegenüber der „FTD“. Einzelheiten jedoch wollte er nicht preisgeben.

Der Grund für das Eingreifen des Kartellamtes liegt darin, dass die Behörde mutmaßt, dass es durch die Neuregelung zu Restriktionen im Wettbewerb kommt. Nach Informationen der FTD hatte ein Händler das Kartellamt angerufen, weil Asics die Lieferungen an ihn gestoppt hatte, da er sich nicht an Preisvorgaben für Laufschuhe gehalten habe. Adidas hatte seinen Rückzug aus offenen Plattformen damit begründet, dass seine Waren nicht adäquat dargeboten werden.

Diese Begründung allerdings wird in der Branche als Ausrede angesehen.

Beitrag teilen: