Positionspapier von eBay zeigt die wirtschaftlichen Potenziale des Handels 3.0 für Europa auf

Der weltweite Online-Marktplatz eBay hat am gestrigen Dienstag in Brüssel ein Positionspapier vorgestellt, das die Stärkung des grenzüberschreitenden Handels und die Unterstützung klein- und mittelständischer Unternehmen als Weg zu nachhaltigem wirtschaftlichen Wachstum aufzeigt. Das Positionspapier enthält die Forderung, neue Technologien und Politikansätze zu kombinieren, um Europas Bemühungen zur Überwindung der derzeitigen Wirtschaftskrise zu stärken.

Positionspapier von eBay zeigt die wirtschaftlichen Potenziale des Handels 3.0 für Europa auf

Stefan Krawczyk, Senior Director und Counsel Government Relations von eBay in Europa, sagte: „Eine stärkere Förderung des grenzüberschreitenden Handels und eine Unterstützung europäischer klein- und mittelständischer Unternehmen bei der Ausweitung ihres Online- und Offline-Geschäftes sind zur Überwindung der derzeitigen Krise unverzichtbar. eBay nimmt eine Führungsrolle bei der Entwicklung und Förderung eines neuen technologiebasierten und verbrauchergetriebenen Handels ein, durch den das gewünschte wirtschaftliche Wachstum angeregt werden kann. Wir nennen das den ‚Handel 3.0‘. eBay stellt schon heute Technologien zur Verfügung, die es Käufern und Verkäufern ermöglichen, miteinander in Kontakt zu treten und vertrauensvollen globalen Handel miteinander zu betreiben. An diese Technologien sollten sich nun die Gesetzgebung und politischen Rahmenbedingungen anpassen, damit sich die daraus entstehenden Potenziale voll entfalten können.“

Die Europa-Abgeordnete Cecilia Wikström war Gastgeberin der Vorstellung des Positionspapiers und sagte: „Wenn ich mir online ein Schmuckstück kaufe, aber Tage oder sogar Wochen warten muss, bevor ich es tragen kann, verliert der Online-Handel seinen Charme. Durch bessere grenzüberschreitende Versandservices, eine Vereinfachung der Mehrwertsteuer und effizientere Zollabläufe würden klein- und mittelständische Unternehmen in die Lage versetzt, ihr Geschäft auszubauen – auch außerhalb der EU – und die europäischen Verbraucher würden eine noch größere Auswahl vorfinden. Der erhöhte Warenaustausch würde uns schneller aus der Wirtschaftskrise bringen.“

Das Positionspapier „Towards Commerce 3.0: Roadmap for Building Sustainable Growth into Commerce“ fordert die Europäische Union dazu auf, eine globale Führungsrolle durch fünf Maßnahmen einzunehmen:

  1. Die Unterstützung von Public-Private-Partnerships für vertrauensvolle, günstige und schnelle grenzüberschreitende Versanddienste
  2. Die Vereinfachung und Vereinheitlichung von Mehrwertsteuersätzen sowie Zollgebühren für einen diskriminierungsfreien Handel mit von EU- oder Nicht-EU-Händlern online erworbenen Waren
  3. Die Ausarbeitung von an den Handel des 21. Jahrhunderts angepassten Regelungen, die Einfachheit und Transparenz für Verbraucher und kleine Händler schaffen
  4. Die gegenseitige Anerkennung von Zollprogrammen anderer Länder als Schlüsselinstrument zur Förderung internationaler Handelsströme
  5. Die Fokussierung auf eine neue politische Herangehensweise in Bezug auf Technologien und Dienste für die Informationsgesellschaft, die den Wert von Innovationen anerkennt und deren Schaffung ermöglicht

Das Positionspapier wird gestützt von einer empirisch-ökonomischen Studie und Analyse internationaler Handelsströme sowie des Exportverhaltens, wobei der Handel über Offline-Kanäle mit dem Handel bei eBay verglichen wird. Die Studie wurde von Sidley Austin LLP und Prof. Marcelo Olarreaga von der Universität in Genf durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Transaktionskosten bei eBay eine um 60 Prozent geringere Bedeutung haben als im Offline-Handel und dass 80 Prozent der eBay-Händler in fünf oder mehr Länder exportieren. Die Zahl der Exportländer ist damit wesentlich größer als bei den Händlern, die ausschließlich stationären Handel betreiben. Die Studie zeigt darüber hinaus, dass das Bruttoinlandsprodukt theoretisch um 15,6 Prozent wachsen könnte, wenn alle internationalen Transaktionen die gleichen günstigen Transaktionskosten aufweisen würden wie bei eBay.

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Frank Weyermann
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