Computerbild-Test: eBay gegen Amazon

Alle Jahre wieder treibt es Kunden in Scharen in die Läden – der Weihnachtseinkauf steht an. Wer sich den hektischen Slalom Computerbild-Test: eBay gegen Amazondurch überfüllte Einkaufszonen sparen will, bestellt besser per Internet, denn da klappen Auswahl und Bestellung stressfrei rund um die Uhr. Erste Anlaufstelle sind oft die beiden Marktplatz-Riesen Amazon und eBay. Die Fachzeitschrift COMPUTERBILD hat getestet, welcher bei Technik-Angeboten, Preisen und Versand die Nase vorn hat (Heft 26/2011, ab Samstag am Kiosk).

Die beiden Plattformen sind durchaus vergleichbar, denn eBay ist längst nicht mehr nur ein reines Auktionshaus. Mit Neuware, die gewerbliche Verkäufer zum Festpreis anbieten, will das Portal Platzhirsch Amazon den Rang ablaufen. Doch dieser kämpft mit harten Bandagen und hat im Bereich Technik ein großes Angebot – vieles über Partner-Shops. Die Zahlung wickelt Amazon ab, verkauft und geliefert wird es vom Händler.

COMPUTERBILD prüfte Technik-Neuware, die bei Amazon, Amazon-Partner-Shops und gewerblichen eBay-Verkäufern erhältlich war: Notebooks, Tablet-PCs, Smartphones, Navis, Fernseher, Kameras und MP3-Player. Beide Plattformen ließen hier fast keine Wünsche offen und erhielten so jeweils die Note „sehr gut“ für den Angebotsumfang. Und bei beiden Portalen liegen Schnäppchenjäger richtig, weil es fast jedes zweite Produkt nirgendwo im Internet günstiger gab. Im direkten Vergleich von 96 Geräten gab es zwar bei eBay 55-mal den besseren Preis als bei Amazon. Im Gesamtdurchschnitt war Amazon aber noch minimal billiger.

Bei 20 COMPUTERBILD-Testkäufen kamen die Pakete nach durchschnittlich drei bis dreieinhalb Werktagen an. Erfreulich: Wer von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht und die Bestellung innerhalb von 14 Tagen zurückschickt, erhält sein Geld schnell zurück – im Test bei eBay nach drei, bei Amazon-Partnershops sogar nach weniger als zwei Tagen. Bei Amazon selbst war das Geld oft schon an dem Tag auf dem Konto, an dem die Retour-Sendung dort eintraf.

Eine Rundumsorglos-Garantie gibt es dennoch bei keinem Portal. Bei Amazon kam es zu einer Falschlieferung, bei eBay lieferten zwei Händler gar nicht. Und zwei Amazon-Partnershops sowie ein eBay-Verkäufer übernahmen für bezahlte Geräte über 40 Euro nicht wie rechtlich vorgeschrieben die Rücksendekosten.

Mit im Schnitt etwas günstigeren Preisen sowie besserem Service landete Amazon (Testergebnis: 2,32) knapp vor eBay (Testergebnis: 2,49). Wer möglichst günstig kaufen will, sollte bei eBay nach dem niedrigsten Gesamtpreis (Preis inklusive Versand) filtern, bei Amazon Angebote vergleichen und dabei auf Bedingungen und Versandkosten der Amazon Partner-Shops achten. Amazon selbst liefert ab 20 Euro fast immer frei Haus.

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Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.



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