Digitale Geschäftsmodelle: Alles im Überblick

Heutzutage ist immer öfter von digitalen Geschäftsmodellen die Rede. Allerdings handelt es sich um ein solches noch nicht, wenn einem Geschäftsmodell, das bereits analog besteht, lediglich eine digitale Komponente hinzugefügt wird. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn ein stationärer Händler seinen Kunden die Möglichkeit bietet, auch im Internet Waren zu bestellen.

Digitale Geschäftsmodelle: Alles im Überblick. Pixabay ©TheDigitalArtist (CC0 Public Domain)

Die Bedeutung digitaler Geschäftsmodelle für den langfristigen Erfolg von Unternehmen ist heutzutage keinesfalls zu unterschätzen. Wodurch sich die innovativen Geschäftsideen auszeichnen und wie sie umgesetzt werden können, erklärt der folgende Beitrag.

Das zeichnet digitale Geschäftsmodelle aus

Es existieren grundsätzlich verschiedene Merkmale, die ein digitales Geschäftsmodell auszeichnen können. Oft treffen dabei gleichzeitig mehrere von ihnen zu.

Ein Merkmal besteht etwa darin, dass ohne die Nutzung von digitalen Technologien die jeweilige Wertschöpfung, die erbracht wird, überhaupt nicht möglich wäre. So ist es ohne das Internet für Airbnb, Uber und Amazon beispielsweise nicht möglich, ihr Geschäft zu betreiben.

Daneben weisen digitale Geschäftsmodelle eine starke Prägung durch digitale Innovationen auf. Sie basieren somit auf Dienstleistungen und Serviceangeboten, die eine Neuheit auf dem Markt darstellen. Außerdem beruhen auch der Vertrieb und die Gewinnung von neuen Kunden auf digitalen Kanälen. In der Regel nutzen Firmen, die sich der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle verschrieben haben, Technologien der digitalen Welt, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Geprägt ist der Vertrieb dabei beispielsweise häufig durch innovative Trends, wie etwa die Vertriebsautomatisierung.

Außerdem müssen Kunden vorhanden sein, welche bereit dazu sind, Zahlungen für die digitalen Dienstleistungen zu tätigen. Der Kundennutzen von digitalen Geschäftsmodellen ist somit monetarisierbar. Die eigenständige Wertschöpfung stellt dabei ein besonders wichtiges Merkmal dar, welches die digitalen Geschäftsmodelle auszeichnet.

Beispiele für digitale Geschäftsmodelle

Im Laufe der letzten Jahre konnten sich im Bereich der digitalen Geschäftsmodelle verschiedene Arten von ihnen etablieren.

Das sogenannte Freemium-Modell stellt ein Beispiel für eine solche Art dar. Bei diesem erhalten die Kunden das digitale Angebot zu einem gewissen Teil kostenfrei. Damit wird das Ziel verfolgt, einen möglichst geringen Aufwand im Bereich des Vertriebs für den Onboarding-Prozess investieren zu müssen. Zugrunde liegt dem Freemium-Modell dabei die Kompetenzstandardisierung. Automatisierte Prozesse sorgen dafür, dass Tätigkeiten, für die normalerweise hohe personelle Ressourcen nötig wären, sich wesentlich effizienter gestalten. Die Unternehmen müssen jedoch die Herausforderung meistern, dass die Kunden wirklich bereit sind, das Upgrade auf eine kostenpflichtige Variante vorzunehmen.

Ein weiteres Beispiel für ein beliebtes digitales Geschäftsmodell besteht in dem Marktplatz-Modell. Dabei nimmt eine digitale Plattform die Form eines Vermittlungsmarktplatzes für Dienstleistungen und Produkte ein. So findet eine Zusammenführung von Nachfrage und Angebot statt. Dieses Prinzip wird auch als Crowdification bezeichnet. Die Wertschöpfung bei dieser Art der digitalen Geschäftsmodelle wird daraus gezogen, dass auf dem Marktplatz zahlreiche unabhängige Akteure tätig sind, die regelmäßig Transaktionen ausführen.

Nicht kaufen, sondern nutzen – auch dieses Motto machen sich viele digitale Geschäftsmodelle zum Nutzen. Monetarisiert wird dabei die Nutzung beziehungsweise der Verbrauch eines Wirtschaftsgutes, anstatt wie üblich sein Besitz. Ein bekanntes Beispiel für ein solches digitales Geschäftsmodell ist etwa das Carsharing. Unternehmen profitieren durch Modelle, die auf der Nutzung statt auf einem Kauf basieren, dadurch, dass sie besonders effektiv neue Zielgruppen erreichen können.

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