Die Gewinnchancen in einem Online Casino

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Digitale Spielbanken befinden sich seit Jahren auf dem Vormarsch, die Auswahl im Netz ist mittlerweile entsprechend groß. Wer sich zum ersten Mal auf dieses unbekannte Parkett wagt, der stellt sich selbstverständlich die Frage: Wie groß sind hier überhaupt meine Gewinnchancen? Und: Wie erkenne ich, dass der jeweilige Anbieter seriös ist? Die Antworten lassen sich leicht finden, denn die Gewinnquoten sind bekannt und es gibt ein offizielles System, das der Kennzeichnung geprüfter und legaler Plattformen dient. Niemand kauft hier also die berühmte Katze im Sack.

Lizenzen signalisieren: diese Online Casinos sind seriös

Um den virtuellen Spielemarkt zu regeln, geben einzelnen EU-Länder staatliche Lizenzen heraus. Diese kennzeichnen dann diejenigen Anbieter, die sich einer strengen Überprüfung unterzogen und diese bestanden haben. Die bekanntesten europäischen Lizenzen stammen aus Malta und Gibraltar. Und da innerhalb der EU Dienstleistungsfreiheit herrscht, gelten diese Zertifizierungen auch für die restlichen Länder des Staatenbundes. Andere Lizenzgeber haben es derzeit eher schwer, mit den beiden genannten Ländern mitzuhalten, weil die „Platzhirsche“ sich schon seit vielen Jahren etabliert haben und entsprechende Anreize im steuerlichen und rechtlichen Bereich bieten.

Mit der Auszahlungsquote Gewinnchancen schätzen

Wer „sein“ lizenziertes Online Casino gefunden hat, den interessieren spätestens im nächsten Schritt die Gewinnchancen. Es steht nicht nur die Frage im Raum, inwiefern es sich überhaupt lohnt, sein Geld in eine virtuelle Spielbank zu investieren. Daneben ist es auch von großem Interesse, welche genauen Auszahlungsquoten die einzelnen Spiele bieten. Die Auszahlungsquote besagt, welchen Prozentsatz seines Einsatzes jeder Spieler durchschnittlich zurückerhalt. Es handelt sich um eine rein statistische Zahl, die individuell natürlich mal höher mal niedriger ausfallen kann. In einigen Fällen sogar deutlich höher, dann nämlich, wenn ein ganz großer Gewinn ins Haus steht.

Bezüglich der theoretischen Auszahlungsquote hat das Blackjack die Nase ganz weit vorn: In der klassischen Version liegt sie bei 99,41 %. Blackjack verspricht damit die beste Chance aller Casinospiele in Bezug auf die Auszahlungsquote! Zum Vergleich: Die Auszahlungsrate für Roulette beträgt 97,3 %, während die Quote für digitale Spielautomaten je nach Version zwischen 92 % und 98 % liegt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied – und trotzdem verschlägt es immer wieder Menschen an die blinkenden Slot Machines, weil es sich schlichtweg um ein besonderes Spielerlebnis handelt, das mit dem Kartenspiel kaum vergleichbar ist. Die Wahl des persönlichen Lieblingsspiels hängt nun einmal nicht nur von nackten Zahlen ab.

Empfehlenswert ist es, einen Automaten mit einer Auszahlungsquote von mindestens 95 % zu wählen, um neben dem Vergnügen auch noch einen gewissen geldlichen Vorteil zu erhalten. Der Umkehrwert der Auszahlungsquote ist übrigens der Hausvorteil: Er drückt aus, wie viel Geld die Spieler durchschnittlich an die Bank verlieren. Einzelfälle können wie immer stark vom mathematischen Mittelwert abweichen und gerade das macht den eigentlichen Reiz des Casinos-Spiels aus.

„The Devil`s Game“: Roulette als teuflischer Klassiker

Die heutigen Casino-Klassiker haben allesamt eine lange und spannende Geschichte hinter sich. Ihre Historie ist jeweils geprägt von Verboten und Verteufelung, doch immer wieder erhoben sie sich wie der sprichwörtliche Phoenix aus der Asche. Die Obrigkeiten konnten das Spiel ums große Geld nicht aufhalten, das gelang ihnen weder beim Roulette noch bei Poker, Blackjack oder Baccarat. Roulette wird sogar noch heute zeitweise als „The Devil’s Game“ bezeichnet, weil alle Augenzahlen des Kessels zusammengerechnet die Zahl 666 ergeben.

Vermutlich gab es zu Anfang die 0 gar nicht, also die Zahl, bei der allein die Bank gewinnt. Die Spieler verbuchten damit eine Fifty-fifty-Chance für sich und das Casino verdiente mit dem Roulette-Angebot kaum Geld. Später dann gab es nicht nur eine Null, sondern auch noch eine Doppelnull dazu. Die amerikanische Variante mit den insgesamt drei Nullen ist allerdings mittlerweile zur Rarität geworden, der französische Roulettekessel mit nur einer Null hat diese Variante weitgehend verdrängt. Das ist auch kein Wunder, denn die Spieler wählen natürlich den Roulettetisch mit den höchsten Chancen aus – und nicht den mit den größten Hausvorteil.

Ist das Pokerspiel „typisch amerikanisch“?

Die Wurzeln des Pokerspiels reichen ungefähr 400 Jahre zurück, insofern es unsere Historiker heute noch nachvollziehen können. Das deutsche Kartenspiel „Pochen“, was so viel wie „Prahlen“ heißt, fand im Jahr 1829 zum ersten Mal schriftliche Erwähnung. Es ist dem heutigen Poker recht ähnlich und auch im Namen zeigt sich die enge Verwandtschaft. In Frankreich hieß „Pochen“ dann „Poque“ und in den USA wurde es schlussendlich zu „Poker“. In unseren Zeiten gilt der Kartenklassiker als typisch amerikanisch, doch gibt es aufgrund der Quellenlage erhebliche Zweifel, dass das Pokerspiel seine Ursprünge wirklich in Amerika hat. Immerhin wurde es in der Mississippi-Stadt New Orleans schon 1805 erwähnt, und ab 1840 kam das vollständige 52-Karten-Paket zum Einsatz. Erst um 1850 wurde der Kartentausch üblich und noch später erfanden Pokerfreunde den Flush und den Straight.

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An diesen Ausführungen ist leicht zu erkennen: Wie so vieles andere auf der Welt auch, befinden sich die Casinoklassiker im stetigen Wandel. Nicht nur, dass die Regeln im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte immer weiter differenziert und die Spiele dabei in viele verschiedene Varianten gespalten wurden, sie schafften auch den Sprung von der analogen in die digitale Welt. Doch noch immer ist es möglich, ganz entspannt daheim im Wohnzimmer mit echten Karten zu spielen. Ohne auf Quoten zu schielen, sondern einfach, weil es Freude macht.

 


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