Amazon entfernt Pädophilen-Handbuch erst nach massiven Protesten

Im Angebot des Web-Shops für den Amazons E-Reader Kindle war ein E-Book mit dem Titel „The Pedophile’s Guide To Love & Pleasure“. Erst auf den massiven öffentlichen Protest und Boykottaufrufe vonseiten der Kunden reagierte Amazon und nahm das „Werk“ aus seinem Sortiment. Das Buch hatte es leider sogar in die Charts geschafft und kletterte bis auf Platz 65 der meistverkauften Kindle-Bücher. Erst dann reagierte Amazon und das auch nur weil Web-User und Online-Medien aufs Heftigste Kritik übten und mit Boykott drohten.

Man muss sich schon fragen, wie es soweit kommen konnte, dass Amazon.com den Verkauf eines Pädophilen-Handbuchs überhaupt gestattet. Traurig auch: Bis zuletzt hatte der Internet-Händler den Verkauf des umstrittenen Ratgebers für „Kinder-Liebhaber“ sogar in Schutz genommen. Erst eine große Anzahl empörter Stimmen konnten den Internetriesen dazu bringen den Verkauf zu stoppen.

Pressetext fragte nach erhielt jedoch seitens des Unternehmens keine Stellungnahme. Vor dem heute, Donnerstagnacht, erfolgten Verkaufsstopp hatte sich der Online-Händler noch in einem Statement geäußert, in dem er sein Angebot verteidigte und nicht in Erwägung zog, es aus dem Sortiment zu streichen.

In der Stellungnahme heißt es: „Amazon glaubt, es ist Zensur, bestimmte Bücher nicht zu verkaufen, nur weil wir oder andere glauben, ihre Botschaften seien anstößig. Amazon unterstützt weder Hass noch kriminelle Handlungen, aber wir unterstützen das Recht jedes Einzelnen, eigene Kaufentscheidungen zu treffen“.

Amazon, das geht garnicht!

Tausend negative Artikelbewertungen und Nutzer-Kommentare, die sich gegen den Verkauf des Buches wandten, zeugen von einer anderen Meinung unter den Amazon-Kunden. Sehr bedenklich ist allerdings, dass es dieses Buch überhaupt in das Sortiment und die Charts des Online-Händlers geschafft hat.

Unter Umständen wird Amazon nun auch Probleme mit seiner neuesten Akquisition bekommen: Diapers.com, für die Amazon immerhin 545 Millionen Dollar auf den Tisch legte. Diapers verkauft nämlich seine Produkte in der Hauptsache an Eltern und die werden über diese „Buch-Story“ bestimmt nicht erfreut sein!

In Deutschland geriet Amazon im vergangenen Jahr in die Kritik, da die NPD am Amazon Partnerprogramm teilgenommen hatte und es dauerte auch hier eine Weile bis Amazon die NPD Webseite aus dem Partnerprogramm herausgenommen hatte.

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