Deutliche Kritik an Amazons Lebensmittel-Onlineshop in Deutschland

Vor zirka 2 Wochen eröffnete Amazon seinen Onlineshop für Lebensmittel in Deutschland, und schon werden erste kritische Stimmen der Verbraucherzentrale aus Hamburg laut. Diese beanstanden den Internet-Nahrungsmittel-Handel von Amazon, da ein Praxistest sehr schlechte Resultate ergeben habe.

Resultat aus dem Praxis-Test:

  • teuer;
  • umständlich;
  • wenig transparent, das heißt mangelhafte Kennzeichnung der Produkte und schlechte Informationen speziell für Allergiker.

Im Praxistest kaufte die Verbraucherschutzzentrale die gleichen Lebensmittel bei Amazon und bei einem örtlichen Supermarkt. Ein typischer Familieneinkauf mit 31 verschiedenen Produkten wie Brot, Bananen, Marmelade oder Kaffee war bei Amazon mehr als doppelt so teuer wie im lokalen Supermarkt. Ein Singleeinkauf mit 10 Produkten erwies sich sogar als fast dreimal so teuer.

Auch die Lieferzeiten sind ein Kritikpunkt der Verbraucherschützer.  Da die Nahrungsmittel wie auch im Praxistest oft von verschiedenen Händlern geliefert werden, müssen Kunden sich darauf einstellen, dass die verschiedenen Waren auch an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Zeiten bei ihnen eintreffen. Zusätzlich muss sichergestellt sein, dass die Produkte angenommen werden können.  Bei Fleischbestellungen muss der Verbraucher länger auf den Eingang der Ware warten, da nach Angaben eines Fleischlieferanten die Ware erst nach 4 bis 5 Tagen versandfertig ist. Hinzu kommt, dass die Versendungskosten übermäßig hoch sind. Das liegt daran, dass meist nicht von Amazon direkt geliefert wird, sondern von 60 möglichen Partnershops, für die jeweils Versandkosten anfallen.

Bei der Rückgabe und Reklamation der Lebensmittel ist das Widerrufsrecht für frische Nahrungsmittel mit kurzer Haltbarkeit gesetzlich ausgeschlossen.

Bleibt für Amazon nur zu hoffen, dass der Onlineshop für Lebensmittel in Großbritannien besser organisiert ist.

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