Freie Browser-Wahl in Windows

Ab 17 März werden bis zu 200 Millionen Internetnutzer in Europa mit einer wichtigen Entscheidung konfrontiert: Mit der Frage, welchen Web-Browser sie nutzen möchten. Das ist ein elementares Stück Software, denn der Web-Browser ist das Tor zum Internet: durch den Browser betreten wir die digitale Welt, in der wir mit anderen kommunizieren und arbeiten, in der wir lernen und uns informieren. Er spielt außerdem eine wichtige Rolle, wenn es um den Schutz unserer Privatsphäre und Sicherheit im Internet geht.

Im Dezember 2009 hat sich die Europäische Kommission mit Microsoft auf einen Kompromiss geeinigt, was die Monopolbildung durch den mitgelieferten Internet Explorer angeht. In dessen Folge werden bald alle Windows-Nutzer in Europa, die nur mit dem Internet Explorer als voreingestellten Browser surfen, ein Bildschirm-Popup erhalten, auf dem eine Auswahl verschiedener Browser angezeigt wird. Dieser Screen wird die fünf beliebtesten Browser anzeigen und auch sieben weitere, kleinere Browser enthalten. Das automatische Update kann viele Internetnutzer verwirren, wenn es völlig unerwartet auftritt und sie nicht über die Wichtigkeit einer freien Wahl Bescheid wissen.

Der Ursprung dieser Initiative war eine Beschwerde des Browser-Herstellers Opera über Microsoft im Jahr 2007 darüber, dass Microsoft die dominierende Stellung bei Betriebssystemen ausnutze, um Konkurrenz-Produkte aus dem Markt zu drängen.

Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte dazu: „Millionen europäische Anwender werden von dieser Entscheidung profitieren, die ihnen die freie Wahl ihres Browsers ermöglicht. Diese Wahlmöglichkeit wird nicht nur die Internet-Erfahrung der Menschen verbessern, sondern auch die Hersteller von Browsern ermutigen, neue Innovationen zu schaffen und künftig bessere Browser anzubieten.“

Frank
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