Mit „Vision Lab“ erfolgreich durch die Start-up-Frühphase

Menschen mit Migrationshintergrund, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben, stehen bei der Unternehmensgründung oft vor großen Herausforderungen. Diese reichen von sprachlichen Barrieren über eine komplizierte Bürokratie bis hin zu mangelndem Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten. Unterstützung leistet das Pro-Bono-Inkubator- und Funding-Programm „Vision Lab“ von Earlybird Venture Capital, bei dem die internationale Unternehmensberatung Bain & Company nun bereits zum zweiten Mal mitwirkt. Es läuft über sechs Monate und hilft Gründertalenten mit Migrationshintergrund, erfolgreich die Start-up-Frühphase zu bestreiten. Dadurch soll die hiesige Gründerszene vielfältiger und der Innovationsstandort Deutschland noch wettbewerbsfähiger werden.

Mit „Vision Lab“ erfolgreich durch die Start-up-Frühphase. pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Gelungene Premiere

Bereits die erste Runde des Vision Lab im Jahr 2021 war ein voller Erfolg. Dies zeigt nicht zuletzt das Beispiel von Mainteny. Das Start-up hat eine Software-as-a-Service-(SaaS-)Lösung entwickelt, die unabhängigen Wartungsunternehmen hilft, Kosten um 20 bis 30 Prozent zu verringern. Unlängst gelang es den beiden Gründern, für ihr junges Unternehmen Kapital in Höhe von 400.000 Euro einzusammeln. Auch in der zweiten Runde des Inkubator- und Funding-Programms werden wieder acht Start-ups unterstützt. Die Gründertalente stammen aus zwölf Nationen und haben die Initiatoren mit ihren Geschäftsideen überzeugt. Im Fokus stehen dabei unter anderem mobile Roboterküchen, smarte Versicherungen, die Kreislaufwirtschaft und soziale Anliegen.

„Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund sind an vielen wirtschaftlichen Innovationen in Deutschland beteiligt“, stellt Bain-Partner und Projektkoordinator Lars Dingemann fest. „Doch gerade in puncto Bürokratie und Finanzierung sind die Hürden für sie zum Teil sehr hoch. Gleiches gilt für kulturelle Barrieren. Gemeinsam mit Earlybird möchten wir sie dabei unterstützen, diese Hindernisse zu überwinden.“

Drei Bausteine zur Unterstützung

Grundlage von Vision Lab ist ein Fonds mit einem Volumen von 2,5 Millionen Euro, den die Unternehmenspartner von Earlybird sowie weitere Unterstützende aus eigenen Mitteln zur Verfügung stellen. Die Gründerteams werden jeweils mit bis zu 25.000 Euro in Form eines Wandeldarlehens ausgestattet. Neben finanzieller Unterstützung können sie auf das Mentoring durch erfahrene Industriefachleute bauen. Workshops vermitteln ihnen zusätzliches Wissen rund um Produktentwicklung, Teamaufbau, Kundenansprache sowie Pitch-Situationen. Networking-Veranstaltungen sind eine weitere wichtige Komponente des Förderprogramms. Denn gerade Gründertalenten, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland sind, fehlt es oft an den entscheidenden Geschäftskontakten.

„Wir freuen uns sehr, dass das Vision Lab nach einem erfolgreichen Start mit dem ersten Batch nun gemeinsam mit Bain in die zweite Runde geht“, erklärt Hendrik Brandis, Co-Founder und Partner bei Earlybird. „Für Gründerinnen und Gründer mit Migrationserfahrung die richtigen Voraussetzungen zu schaffen ist nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung, sondern auch eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland, innovativer und diverser zu werden. Wir wollen ihnen dabei helfen, aus ihren starken Ideen erfolgreiche Unternehmen zu formen. Dass das super funktioniert, haben die Start-ups aus unserer letztjährigen Kohorte gezeigt.“

Umfassende Betreuung

Expertinnen und Experten von Earlybird und Bain bieten im Rahmen des Programms umfangreiches Coaching und Mentoring an. Aufseiten Earlybirds unterstützt neben Partner Brandis auch Venture Advisor Ben Wilkening das Vision Lab als Programmleiter. Bain wiederum stellt 16 Mentorinnen und Mentoren, die in Tandems jeweils ein Start-up bis Juli 2022 begleiten. Zudem bieten Bain-Fachleute mit „Product-Market Fit“, „Approaching Customers”, „Product Design” und „Agile Project Management“ vier Workshops an, die passgenau auf die Bedürfnisse der Jungunternehmerinnen und -unternehmer zugeschnitten sind.

„Das Vision Lab ist für uns ein wichtiger Teil unseres Social-Impact-Engagements, neben weiteren Initiativen wie ‚The Mission‘. Indem wir individuelles Mentoring und thematisch relevante Workshops kombinieren, können wir optimal auf die Teilnehmenden eingehen“, betont Bain-Partner Dingemann. „Unsere Teams sind für sie feste Ansprechpartner und bringen sie bei Bedarf auch mit weiteren Bain-Fachleuten zusammen. In den Workshops vermitteln wir exakt diejenigen Kenntnisse und Fähigkeiten, die es aus unserer Sicht für erfolgreiche Unternehmensgründungen braucht.“

Mit Rat und Tat zur Seite stehen den Gründerinnen und Gründern zudem langjährige Branchenfachleute namhafter Unternehmenspartner. Dazu gehören die Handelsblatt Media Group, Migrapreneur, Google for Startups, Sky Startup Investments & Partnerships, WHU-Incubator Otto Beisheim School of Management, HHL Leipzig Graduate School of Management, Bucerius Law School und Unicorn Labs.

Mehr zum Vision Lab und alle Informationen rund um die Bewerbung für interessierte Gründertalente gibt es unter www.earlybird.com/vision-lab.

Bain & Company
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