Weihnachtsshopping im Corona-Jahr 2020: Frühzeitig zugreifen und Lieferengpässe vermeiden

Ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) möchte in diesem Jahr aufgrund von Corona mehr Weihnachtsgeschenke online einkaufen als im Vorjahr. Das hat eine Umfrage[1] im Auftrag der Shopping- und Vergleichsplattform idealo ergeben. Doch wie können Verbraucher*innen trotz des erhöhten Bestellaufkommens mögliche Lieferengpässe vermeiden? Und wann sind die beliebtesten Weihnachtsgeschenke besonders günstig?

Die Corona-Pandemie und der temporäre Lockdown im Frühjahr 2020 haben das Einkaufsverhalten vieler Verbraucher*innen nachhaltig verändert. Auch nach der Wiedereröffnung des stationären Handels setzt sich der Trend zum Onlineeinkauf weiter fort. So kommt eine repräsentative Umfrage von idealo zu dem Ergebnis, dass 36 Prozent der Deutschen seit dem Ausbruch der Pandemie häufiger online shoppen. Im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft geben ganze 31 Prozent der Befragten an, dass sie in diesem Jahr mehr Weihnachtseinkäufe online tätigen wollen als im letzten Jahr.

Sorge um Lieferengpässe

Ein Großteil der Verbraucher*innen wird seine Weihnachtsgeschenke aller Wahrscheinlichkeit nach online bestellen. Der zweite Lockdown bestärkt diese Annahme. Expert*innen befürchten, dass es daher in der Vorweihnachtszeit zu Lieferengpässen bei beliebten Produkten kommen kann. Philipp Peitsch, Geschäftsführer von idealo: “Wir gehen davon aus, dass es in dieser leider Corona-geprägten Vorweihnachtszeit zu einer stark erhöhten Nachfrage im E-Commerce kommt. Engpässe sowohl in der Verfügbarkeit als auch in der Auslieferung von Produkten sind dabei nicht auszuschließen.” Auch über die Hälfte (51 Prozent) der Deutschen befürchtet, dass das erhöhte Bestellaufkommen durch Corona Lieferschwierigkeiten begehrter Geschenke nach sich ziehen kann. Jede*r zweite Deutsche (48 Prozent) plant daher, in diesem Jahr früher mit dem Weihnachtsshopping zu beginnen.

Die Sorge, durch geringere Warenverfügbarkeiten oder längere Lieferzeiten in diesem Jahr nicht alle Geschenke rechtzeitig zum Fest beisammen zu haben, scheint das Konsumverhalten der Verbraucher*innen zu beeinflussen. Letztes Jahr startete die Hälfte der Deutschen (52 Prozent)[2] erst Ende November mit dem Weihnachtsshopping und 49 Prozent besorgten das letzte Geschenk sogar erst in der Woche vor Heiligabend. In diesem Jahr hingegen wollen nur noch 4 Prozent der Befragten mit ihren Weihnachtseinkäufen bis eine Woche vor den Feiertagen warten.

Geringen Verfügbarkeiten vorbeugen

Wie die Erfahrungen aus der ersten Lockdown-Phase zeigen, können beliebte Produkte kurzfristig ausverkauft sein. So hat sich beispielsweise die Anzahl der Angebote für einzelne Nintendo Switch Modelle auf idealo.de von Januar bis April 2020 um 97 Prozent verringert. Auch bei vielen Gesellschaftsspielen konnte während des Lockdowns ein Rückgang der Angebote um bis zu 94 Prozent beobachtet werden. Wer also sichergehen möchte, dass seine Wunschprodukte pünktlich zu Weihnachten unter dem Baum liegen, sollte in diesem Jahr früher mit dem Weihnachtseinkauf beginnen. “Wir raten, Weihnachtseinkäufe möglichst frühzeitig vorzunehmen und nicht bis kurz vor dem Fest zu warten. Die Verteilung von Weihnachsteinkäufen auf einen möglichst breiten Zeitraum hilft zudem, Engpässe bei der Auslieferung von notwendigen Alltagsprodukten zu verhindern”, so Peitsch.

Frühzeitig zuschlagen lohnt sich doppelt

Online-Shopper*innen, die nicht erst kurz vor Weihnachten auf Geschenkejagd gehen, können zudem von günstigeren Preisen profitieren. Wie die Shopping- und Vergleichsplattform idealo analysiert hat, sind die beliebtesten Weihnachtsgeschenke, wie beispielsweise Armbanduhren, Notebooks und Sneakers, in der Zeit zwischen Ende November und Anfang Dezember tendenziell am günstigsten. In sieben von 20 untersuchten Kategorien konnten Verbraucher*innen im letzten Jahr in der Woche vom 29. November bis 5. Dezember am meisten Geld sparen[3]. Last-Minute-Geschenke-Shopper*innen zahlen hingegen eher drauf: Neun der 20 analysierten Kategorien waren in der Zeit vom 20. Dezember 2019 bis Heiligabend am teuersten. Wer die Preise seines Wunschproduktes über einen längeren Zeitraum beobachtet und den günstigsten Kaufzeitpunkt für sich nutzt, kann bis zu 34 Prozent weniger bezahlen. Im letzten Jahr konnten Verbraucher*innen in den Kategorien PS4-Spiele (34 Prozent), LEGO (30 Prozent) und Lautsprecher (28 Prozent) in der jeweils günstigsten Woche gegenüber der teuersten Woche am meisten Geld sparen.

[1] Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage in Zusammenarbeit mit der Kantar GmbH, an der 1.003 Personen zwischen dem 14.10 und 19.10.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung ab 18 Jahren.
[2] Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage in Zusammenarbeit mit Dynata, an der 2.000 Personen zwischen dem 28.10 und 06.11.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung ab 18 Jahren.
[3] Untersucht wurden die beliebtesten 20 Kategorien auf idealo.de in der Zeit zwischen 1. November und 24. Dezember 2019.


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